Wanderungsgeschichte:
Beitrag zur
Einwanderung von Tirolern
in die Westpfalz
und in angrenzende Regionen
nach dem Dreißigjährigen Krieg
zuletzt bearbeitet am 1. Mai 2012, noch in Arbeit
Verfasser:
Dr. Hermann Müller, Heppenheim a. d. Bergstraße
Vorliegende Zusammenstellung ist als Sammlung verfügbarer Informationen, eigener Auswertungen, Fragen und Analysen im Sinne einer erweiterten Stoffsammlung auf dem Weg zu einer späteren Veröffentlichung zu dem Thema zu sehen. Die Einstellung ins Internet bereits im Bearbeitungsstatus soll dazu dienen, anderen Familien- und Heimatforschern schon jetzt Hilfe und Anregungen zu geben und Anstöße für den Austausch von Forschungsergebnissen zu erzeugen.
Ziel ist es, die Ursachen, Einflussgrößen, geschichtlichen Hintergründe, Auswirkungen usw. dieser Aus- und Einwanderung herauszuarbeiten und transparent zu machen.
Dabei geht es weniger um die Einzelpersonen, sondern mehr um die Wanderungsgeschichte in ihrem gesamten Umfang sowie in ihrer gesamten Ausprägung und Auswirkung. Daher wird auch keine Gesamtliste aller erfassten Einwanderer - quasi als Nachschlagewerk für diejenigen, die einen Tiroler suchen - erstellt. Vielmehr werden die Einwanderer nach Territorien, Pfarreien und Orten erfasst. Dies unterstützt eine differenzierte Auswertung für die einzelnen Regionen der Pfalz.
Die Arbeit bezieht sich vorrangig auf die Auswanderung aus Tirol in den Grenzen oder der sprachlichen Nutzung des 17. Jahrhunderts und schließt damit auch Südtirol, Vorarlberg und die damals österreichischen Teile des Allgäus und Oberschwabens ein. Bezüglich der Einwanderung berücksichtigt die Arbeit vorrangig die Westpfalz, bezieht aber auch angrenzende Regionen wie die Saarpfalz und Teile der Nordpfalz ein. Ein besonderer Blick gilt dabei der Einwanderung auf die "Sickinger Höhe".
Eine gewerbliche Nutzung meiner Forschungsergebnisse ist ohne meine ausdrückliche schriftliche Zusage untersagt. Siehe dazu auch das Impressum meiner Haupt-Homepage.
Bei der Nutzung meiner Forschungsergebnisse bitte ich um angemessene Hinweise auf meine Arbeit.
1.) Pfalz, Westpfalz, Saarpfalz und Sickinger Höhe - Begriffserklärung
2.) Aufgabenstellung
a.) Erforschung der Ursachen für die Einwanderung von Tirolern in die Westpfalz und angrenzende Regionen
b) Erforschung der Ursachen für die Auswanderung aus Tirol
c) Erfassung der Einwanderer in die Westpfalz
d) Parallelen und Unterschiede zur Einwanderung aus der Schweiz
e) Welchen Einfluss hatten die Tiroler auf die Entwicklung der Westpfalz?
f) Wie kamen die Tiroler in die Westpfalz?
3.) Erläuterung zum Herkunftsgebiet "Tirol"
4.) Österreichische Exulanten und Emigranten im 17. und 18. Jahrhundert
5.) Geschichtlicher Hintergrund - Gemeinsame Geschichte von Lothringen, Österreich und Pfalz nach dem Dreißigjährigen Krieg
a) Zur Geschichte von Lothringen
b) Zur Geschichte von Tirol in Bezug auf Elsass und Lothringen
c) Zur Geschichte der Pfalz in Bezug auf Österreich und Lothringen
d) Zur Geschichte des Deutschen Ordens mit Bezug auf Westpfalz, Österreich und Lothringen
6.) Bekannte Tiroler Einwanderer zwischen 1648 und 1681 auf der Sickinger Höhe
a) Dörfer der Herrschaft Landstuhl
b) Dörfer des Herzogtums Zweibrücken
c) Dörfer der Leininger Herrschaft
d) Dörfer der Grafschaft Hanau-Lichtenberg
7.) Wiederbesiedlung verschiedener Regionen und Herrschaftsgebiete der Pfalz sowie benachbarter Regionen nach dem Dreißigjährigen Krieg durch Tiroler
a) Zur Wiederbesiedlung der Kurpfalz durch Zuwanderung von Tirolern
b) Zur Wiederbesiedlung des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken
c) Zur Wiederbesiedlung der Gegend um Glan-Münchweiler (Herrschaft der Grafen von der Leyen)
d) Zur Wiederbesiedlung der sickingischen Herrschaft Schallodenbach
e) Zur Wiederbesiedlung der Grafschaft Falkenstein
f) Zur Wiederbesiedlung der Herrschaft der Landgrafen von Hessen-Darmstadt
g) Zur Wiederbesiedlung der Herrschaft der Markgrafen von Baden
h) Zur Wiederbesiedlung der Herrschaft der Fürsten von Nassau-Weilburg
i) Zur Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden (Kurpfalz bis 1706, dann größtenteils zu Nassau-Weilburg)
j) Zur Wiederbesiedlung der Herrschaft der Fürsten von Leiningen-Hardenburg
k) Zur Wiederbesiedlung der Herrschaft des Bischofs von Speyer
l) Zur Wiederbesiedlung der Reichsstadt Speyer
m) Zur Wiederbesiedlung weiterer Herrschaftsgebiete in der Pfalz
n) Zur Wiederbesiedlung des Saarlandes durch Tiroler
o) Zur Wiederbesiedlung des nördlichen Elsasses und Lothringens
p) Zur Wiederbesiedlung des Odenwaldes
8.) Gründe für die Einwanderung Tiroler in die Westpfalz
a) Wirtschaftliche Gründe
b) Politische Gründe
c) Religiöse Gründe
d) Überbevölkerung in Tirol
e) Sonstige Gründe
9.) Bevölkerungsentwicklung in verschiedenen Regionen der Pfalz
a) Bevölkerungsentwicklung in der Herrschaft Landstuhl
b) Bevölkerungsentwicklung in Winnweiler, Grafschaft Falkenstein
10.) Einfluss der Einwanderer aus Tirol auf die Entwicklung der Westpfalz
11.) Klärungspunkte
12.) Umfang der Einwanderung aus Tirol
a) Gesamtzahl der Einwanderer aus Tirol
b) Anteil der Bauhandwerker an der Gesamtzahl aller Einwanderer aus Tirol
c) Anteil der Tiroler an der Gesamtzahl aller Einwanderer in die Pfalz
13.) Fazit
14.) Literaturverzeichnis
1.) Pfalz, Westpfalz, Saarpfalz und Sickinger Höhe - Begriffserklärung
Pfalz
Abhängig von der Geschichte und den politischen Veränderungen hat die "Pfalz" verschiedene Abgrenzungen des Territoriums. Im Sinne dieser Arbeit wird die heute politische Pfalz als Basis benutzt und durch die Berücksichtigung der Saarpfalz werden die an das Saarland abgetrennte Gebiete einbezogen.

Bild 1: Untergliederung der Pfalz (Quelle: Wikipedia (Januar 2012): Pfalz)
Westpfalz
Der Begriff "Westpfalz" ist nicht eindeutig definiert. In dieser Arbeit werden die Gebiete westlich einer nord-südlichen Linie, die wenige Kilometer östlich von Kaiserslautern gezogen wird, als "Westpfalz" angesehen und umfasst damit hauptsächlich die Landkreise Südwestpfalz, Kusel und große Teile des Landkreises Kaiserslautern. Abweichend davon wird z. B. in der Zeitung RHEINPFALZ auch das gesamte Gebiet des Pfälzerwaldes und der Nordpfalz der "Westpfalz" zugeordnet. Auch Wikipedia zeigt eine etwas andere Definition.
Wikipedia (Januar 2012):
Saarpfalz
Pfälzer Bergland
"Pfälzer Bergland" ist der Oberbegriff für die gesamte nordwestliche Pfalz von der saarländischen Grenze im Westen bis zur Grenze zu Rheinhessen hin im Osten und enthält die "Bergregionen" um Potzberg, Königsberg und Donnersberg. Das "Pfälzer Bergland" enthält als Untereinheit das Nordpfälzer Bergland und das Westricher Bergland.
Westricher Bergland
"Westricher Bergland" steht heute für den Teil der Pfälzer Berglandes im Westen der Pfalz, der durch die Westricher Niederung (Landstuhler Bruch) im Süden, das Nordpfälzer Bergland im Norden, den Pfälzerwald im Osten und die Landesgrenze zum Saarland im Westen begrenzt ist. Dies entspricht besser der sich in den letzten Jahren durchsetzenden Verwendung und Namensgebung (siehe z. B. Landschaftsnamenvorschlag der Bezirksregierung [1] und [22]).
Sickinger Höhe
"Sickinger Höhe" steht heute für den nördlichen Teil der Westricher Hochfläche im Westen der Pfalz, der durch die Westricher Niederung (Landstuhler Bruch) im Norden, den Schwarzbach im Süden, die Moosalb im Osten und die Landesgrenze zum Saarland im Westen begrenzt ist. Dies ist erheblich mehr als das einstige Herrschaftsgebiet der Sickinger, entspricht aber besser der sich in den letzten Jahren durchsetzenden Verwendung und Namensgebung (siehe z. B. Landschaftsnamenvorschlag der Bezirksregierung [1]).

Bild 2: Landschaftsbezeichnungen der Pfalz nach [22]
2.) Aufgabenstellung:
a.) Erforschung der Ursachen für die Einwanderung von Tirolern in die Westpfalz und angrenzende Regionen:
b) Erforschung der Ursachen für die Auswanderung aus Tirol:
c) Erfassung der Einwanderer in die Westpfalz:
d) Parallelen und
Unterschiede zur Einwanderung aus der Schweiz
e) Welchen Einfluss hatten die Tiroler auf die Entwicklung der Westpfalz?
f) Wie kamen die Tiroler in die Westpfalz?
Folgender Scherenschnitt, 2009 für mich von der Künstlerin Frau Helga Borngässer-Geyl nach einer Radierung von Daniel Chodowiecki (1726 - 1801, siehe Wikipedia) auf meinen Wunsch erstellt, zeigt wie eine bäuerliche Einwanderergruppe aus dem Alpenraum ausgesehen haben könnte (Gibt es da andere Meinungen?):

Bild 3: Auf dem Weg in eine neue Heimat
3.) Erläuterung zum
Herkunftsgebiet "Tirol":
Die Bezeichnung "Tiroler" wird hier als Sammelbegriff für alle Einwanderer aus dem westösterreichischen Alpenraum der damaligen Zeit verwendet ohne Rücksicht auf die heutige Ausdehnung des österreichischen Bundeslandes Tirol und der italienischen Provinz Südtirol. Daher werden auch Einwanderer aus Vorarlberg, dem Allgäu und Oberschwaben mit berücksichtigt.
Tirol im 1665 gedruckten ATLAS MAIOR von Joan Blaeu
Bild 4: Tirol in alter Karte
Zu beachten ist, dass Tirol und Vorderösterreich im 16. und 17. Jh. zu einem Teilfürstentum vereinigt waren. Vorderösterreich umfasste dabei die ehemaligen südwestdeutschen Lande der Habsburger mit Elsass, Breisgau, Ortenau, Hohenberg, Nellenburg, die Landvogtei Oberschwaben, die Waldstädte, Tettnang und Burgau (Quelle: Brockhaus). Zwischen Tirol und der Pfalz gab es damit viele kleinere Territorien unter habsburgischer Hoheit.
Territoriale Zersplitterung von Vorderösterreich und Kurpfalz im 16. Jahrhundert
Bild 5: Politische Situation im 16. Jahrhundert
Die vorliegende Zusammenstellung betrachtet die Einwanderung in die gesamte Westpfalz und in angrenzende Regionen, wie z. B. die Saarpfalz. Ein besonderer Blick gilt den Einwanderern auf die Sickinger Höhe.
Ziel dieser Zusammenstellung ist es nicht, alle Einwanderer aus Tirol, die in die Pfalz bzw. Westpfalz kamen, möglichst komplett und mit allen verfügbaren genealogischen Daten zu erfassen. Dies wäre auf Grund der spärlichen Quellen besonders vor 1700 auch nur begrenzt möglich. Wichtiger ist es, die Einwanderung möglichst in ihrem gesamten Ausmaß zu erkennen und bewerten zu können.
Die Einwanderung aus Tirol erfolgte in mehreren Wellen, wobei die erste Welle zwischen 1648 (Ende des Dreißigjährigen Krieges) und 1688 (Beginn des Pfälzischen Erbfolgekrieges) anzusetzen ist. Eine zweite Welle begann etwa 1697 (Ende des Pfälzischen Erbfolgekrieges) und endete um 1730. Parallel zu dieser zweiten Welle begann die Massenauswanderung nach Nordamerika. Die Bevölkerungsentwicklung der Region wurde daher durch Ein- und Auswanderung geprägt. Ein klar definiertes Ende der Wiederbesiedlung gibt es damit nicht.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung ist die erste Einwanderungswelle und dabei besonders die Zeit vor 1681.
Da die Quellen für die Zeit vor 1681 sehr spärlich sind - viele Kirchenbücher beginnen später oder sind in der Anfangszeit ohne Informationen zur Herkunft - werden auch spätere Kirchenbücher ausgewertet. Zum Teil ergeben sich dabei Rückschlüsse auf die 1. Einwanderungswelle.
4.) Österreichische Exulanten und Emigranten im 17. und 18. Jahrhundert
Im 17. und 18. Jahrhundert sind in Österreich verschiedene Wanderungsbewegungen zu unterscheiden. Will man die Einwanderung der Tiroler in die Pfalz und die angrenzenden Gebiete besser verstehen, muss man Kenntnis haben von den damaligen Verhältnissen, die die Menschen zum Verlassen ihrer angestammten Heimat brachten.
Das Buch von Krawarik [25] zu den österreichischen Exulanten und der Ausstellungskatalog zur Migration in Deutschland [34] enthalten viele Hinweise.
Salzburger Exulanten:
20694 in Listen erfasste Exulanten, die 1732 besonders nach Preussen zogen. Nach Krawarik (Seite 202) zogen diese Exulanten in 16 Wanderzügen nach Norddeutschland in das neue "gelobte" Land, wo zwischen August und November 1732 etwa 16.000 in Königsberg ankamen.
Dürrnberger Knappen:
Nach Krawarik (Seite 203) brachen am 30. November 1732 780 Dürrnberger Knappen (aus Dürrnberg bei Hallein) nach den Niederlanden auf.
"Schleichende" Exulation in den fränkisch-schwäbischen Raum:
Nach Krawarik (Seite 193) soll die "schleichend" verlaufende Migration nach Süddeutschland ungefähr 40.000 Personen umfasst haben.
Krawarik (Seite 247): Bäuerliche Massenmigration in die verödeten Landstriche Frankens und Schwabens.
Krawarik (Seite 188): "Nach oberflächlichen Berechnungen könnten im Fürstentum Ansbach-Bayreuth bereits um 1660 an die 55.000 Migranten vorhanden gewesen sein, wobei ein guter Teil aus dem Exulantentum der Erblande stammte."
Vertreibung aus dem Defereggental:
Fast 900 Exulanten in der Zeit von 1666 - 1725 werden bei Krawarik (Seite 197) genannt.
Karolinische Transmigration aus dem Salzkammergut und Kärnten (1734 - 1737)
Krawarik (Seite 213ff):
Deportation nach Siebenbürgen.
- wird ergänzt
Von Lotharingien zum Herzogtum Lothringen
(aus der Homepage Deutsche Genealogie:
LOTHRINGEN, Juli 2001)
Während das alte Herzogtum
Niederlothringen das Niederrhein- und Maasgebiet umfasste,
entsprach im 10. Jahrhundert das alte Herzogtum Oberlothringen, Mosellanien
genannt, etwa dem heutigen Lothringen, allerdings unter
Einbeziehung des Gebiets von Trier. Damals bildete sich bereits
die über Jahrhunderte nahezu unveränderte deutsch-französische
Sprachgrenze heraus, wobei allerdings lange Zeit die Maas die
Grenze des Einflussbereichs des deutschen Kaisers und
französischen Königs blieb. 1048 fiel Lothringen an Graf
Gerhard vom Elsass, der Herzog von Lothringen wurde; seine
Nachkommen herrschten fast vier Jahrhunderte über Lothringen. Im
Westen davon wurde 1354 aus der Grafschaft das Herzogtum Bar.
Gegen Ende des Mittelalters war Lothringen in fünf zum Deutschen
Reich gehörende Herrschaftsbereiche zerrissen: das Herzogtum
Lothringen, das Herzogtum Bar, das 1480 nach dem Tode Renes von
Anjou an das Herzogtum Lothringen gelangte, und die Bistümer
Metz, Verdun und Toul. 1552 eroberte Frankreich die drei
genannten Bistümer, die dann 1648 auch rechtlich zu Frankreich
kamen. Während der Reformation gelang es den Lutheranern und
Calvinisten nicht, in Lothringen Fuß zu fassen. Insbesondere
während des 30-jährigen Krieges 1633, aber auch 1663 und 1670
fielen die Franzosen im Herzogtum ein und hinterließen ein
verwüstetes und zu 40 % entvölkertes Land; 80 Dörfer wurden
ausgelöscht. Viele
Zuwanderer aus der Schweiz, aus Burgund, aus Savoyen, aus der
Freigrafschaft und aus Deutschland kamen darauf nach Lothringen. [Keine Aussage zur Einwanderung aus Tirol!!]
Lothringen wird französisch
(aus der Homepage Deutsche Genealogie:
LOTHRINGEN, Juli 2001)
Nach erneuten französischen
Eroberungsversuchen zu Beginn des 18. Jahrhunderts erreichte
Herzog Leopold von Lothringen die internationale Anerkennung
einer Neutralität für sein Land. Sein Sohn Franz Stefan, der
1736 Maria Theresia heiratete und 1745 deutscher Kaiser wurde,
musste 1735 das Herzogtum Lothringen gegen das Großherzogtum
Toskana tauschen. Der polnische Schwiegervater des französischen
Königs, Stanislas Leszczynski, wurde neuer Herzog von
Lothringen. Damit schied Lothringen aus dem Deutschen Reich aus, kam 1766 formell zu Frankreich und wurde 1801 völkerrechtlich
als zu diesem gehörig anerkannt.
Regenten von Lothringen:
Haus Lothringen-Vaudèmont
Nominell Herzog von Lothringen
En 1633 : Louis XIII assiège et prend Nancy. Les suédois, alliés des français ont massacré, brigandé, saccagé.
En 1659 : le traité des Pyrénées rend la Lorraine à son duc Charles IV.
En 1670 : Louis XIV, ambitieux de voir s'agrandir son royaume, occupe la Lorraine.
En 1697 : Elle retrouve son indépendance (traité de Ryswick) et est ainsi rendue au duc Léopold. Son fils François III (fondateur de la maison des Habsbourg-Lorraine en épousant Marie-Thérèse d'Autriche en 1736), cèdera ses droits sur le duché à Stanislas Leszczynski. Stanislas, installé à Lunéville, contribue à la prospérité industrielle et économique de son duché, ainsi qu'à son rayonnement culturel.
En 1766 : à sa mort, la
Lorraine devient française par le mariage de sa fille avec Louis
XV.
Der Dreißigjährige Krieg in Elsaß-Lothringen
(http://userpage.fu-berlin.de/~mizi/krieg/kap4.htm, Juli 2001)
Mit dem Aufstand in Böhmen begann 1618 der Dreißigjährige Krieg im deutschen Reich. Durch die Wahl Friedrichs von der Pfalz 1619 zum König von Böhmen verschärfte sich der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken im Reich zunehmend. Kaiser Ferdinand bemühte sich schon frühzeitig um ein Eingreifen der spanischen Hauses in den Konflikt. Durch einen spanischen Vorstoß in die pfälzischen Erblande sollten die kaiserlichen Truppen in Böhmen entlastet werden. Unter dem Oberbefehl Spinolas zogen im August 1620 spanische Truppen aus den Niederlanden in die Pfalz ein . Durch die Schlacht am Weißen Berg vor Prag und die Erfolge der Spanier in der Pfalz lag das Kriegsglück in dieser ersten Phase auf der Seite der Kaiserlichen. Damit wurde auch gleichzeitig der elsässisch - lothringische Raum unmittelbar in das Kriegsgeschehen einbezogen.
Dies führte zunächst zu Auseinandersetzungen zwischen den katholischen und protestantischen Ständen . Die in den habsburgischen Besitzungen durchgeführten Truppenkonzentrationen kaiserlicher Kontingente verursachte allgemeine Besorgnis innerhalb der protestantischen Stände, die sich dadurch bedroht fühlten und ihrerseits eigene Truppenanwerbungen zum eigenen Schutz durchführten. Straßburg erhöhte beispielsweise die eigene Garnison um 800-900 Soldaten, ließ die Rheinbrücke stärker bewachen und verbot den Verkauf von Kriegsmunition nach außen . Die allgemeine politische Situation hatte sich aber nach der Niederlage der Protestanten am Weißen Berg maßgeblich verändert. Das Unionsbündnis der protestantischen, deutschen Reichsfürsten befand sich in der Auflösung. Auch die Reichsstadt Straßburg trat auf Betreiben des Kaisers und des Erzherzogs Leopold, Bischof von Straßburg,1621 aus der Union aus und versicherte dem Kaiser, sich zukünftig neutral zu verhalten . Ferdinand II. gewährte ihr dafür im selben Jahr das "academici privilegii", mit der der protestantischen Akademie Namen und Rechte einer Universität übertragen wurden .
Von größerer Bedeutung für den elsässischen und lothringischen Raum war allerdings die Gefahr, die von dem protestantischen Heerführer Graf Ernst von Mansfeld ausging, der mit seiner Armee 1621 ins Elsass eingefallen ist und Plünderungszüge durchführte. Von seinem Stützpunkt in Hagenau aus verwüstete er weite Teile der katholischen Herrschaften, insbesondere die Gebiete des Bistums Straßburg, wohingegen die protestantischen Herrschaften und Städte durch Verhandlungen und Geldzahlungen ihre Neutralität erreichen konnten und dadurch teilweise verschont blieben . Im Januar 1622 beschlossen sowohl Kaiser Ferdinand II. als auch der Anführer der katholischen Liga, Maximilian von Bayern Hilfe und militärische Unterstützung für die bedrohten elsässischen Gebiete . Doch dem Kaiser misslang es, Verbündete für ein gemeinsames Vorgehen gegen Mansfeld zu gewinnen. Gleichzeitig waren die kaiserlichen Truppen in der Pfalz gebunden, wo die protestantischen Söldnerführer Christian von Braunschweig und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach weiterhin Widerstand leisteten . Erst durch die Niederlagen des Markgrafen bei Wimpfen und Christian von Braunschweig bei Höchst im Mai/Juni 1622 war auch Mansfelds Position im Elsass nicht mehr zu halten. Im August setzte er sich mit seiner Armee in Richtung Generalstaaten ab . Die kaiserlich-katholische Partei war nach dem mansfeldischen Zwischenspiel eindeutig Sieger im Elsass und begann sofort ihre eigene Position weiter auszubauen .
Nach den militärischen Auseinandersetzungen folgten die gegenreformatorischen Maßnahmen unter Erzherzog Leopold. In Hagenau wurde bereits 1624 durch ein Edikt Ferdinand II. der evangelische Gottesdienst und Schulunterricht verboten und alle Protestanten aus der Stadt ausgewiesen. Dasselbe geschah 1627 in Schlettstadt. 1628 wurden schließlich in Colmar die Protestanten aus allen öffentlichen Ämtern verwiesen . Auch wurden Eingriffe von kaiserlicher Seite auf die Verhältnisse in Straßburg unternommen. Der Erfolg blieb aber weitgehend aus. Man erreichte lediglich, dass auf kaiserliche Verordnung hin alle Einkünfte der protestantischen Mitgliedern des Domkapitels - entgegen dem Hagenauer Vertrag von 1604 - eingezogen wurden . Der Höhepunkt kaiserlicher Macht bedeutete allerdings das 1629 erlassene Restitutionsedikt, das unter anderem die Herausgabe aller nach 1552 von den Protestanten einbezogenen Kirchengüter vorsah . Bereits im selben Jahr wurden folglich Ensisheimer Regierungsräte in Straßburg wieder tätig, um aufgrund des Ediktes die Rückgabe des Straßburger Münsters, sowie der Kirchen Alt- und Jung-Sankt Peter zu fordern. Der Straßburger Rat weigerte sich aber dieser Forderung nachzukommen. Zur Durchsetzung der Forderung waren dem Kaiser aber die Hände gebunden, denn die politische Konstellation hatte sich Ende 1629 zu seinen Ungunsten verändert. Zum einen drohte ein Kriegseintritt Schwedens, zum anderen wurde die Gefahr eines französischen Einfalls an der Westgrenze des Reiches akut, so dass auch ein gewaltsames Vorgehen gegen Straßburg nicht mehr möglich war .
Durch die Auflösung der protestantischen Union und die Machtverschiebung in der Pfalz zugunsten der kaiserlichen Partei schwenkte die französische Politik endgültig zu einer Unterstützung der antihabsburgischen Koalition um. Drei Ziele wurden dabei deutlich:
2. Die Anbahnung engerer Beziehungen zu den protestantischen Ständen.
3. Der Aufbau besonderer Verbindungen zu den oberrheinischen Ständen mit dem Ziel, sie in Protektion zu nehmen .
Bereits 1621 bot sich für Frankreich die Möglichkeit einer engeren Einflussnahme auf die elsässischen Gebiete. Die Unsicherheit der protestantischen Stände aufgrund des Vormarsches Spinolas ausnutzend ließ Frankreich durch den Agenten Persot ein Protektionsangebot an die Stadt Straßburg machen . Dieses Angebot wurde aber zu überstürzt und ohne umfassende Planung unterbreitet , so dass die Stadt Straßburg um ihre eigene Libertät bangend ablehnte. Aber das Ziel der französischen Politik wurde nun deutlich . Für die französische Protektionspolitik von besonderer Bedeutung war aber vornehmlich die Situation im lothringischen Herzogtum.
Herzog Karl IV. von Lothringen, der 1625 die herzogliche Macht übernahm , wurde von Beginn an konfrontiert mit einem verstärkten Engagement Frankreichs unter Kardinal Richelieu im lothringischen Raum. Der französische König beanspruchte wieder das Nominationsrecht im französischen Lehen des Barrais mouvant, das eine Beschränkung der Herzogsmacht bedeutete. Durch den Erwerb der Herrschaft Malatour erhielt der französische König eine strategisch wichtige Position in Lothringen. Einerseits sichert er sich dadurch eine Landbrücke in das Protektionsgebiet Metz, andererseits behinderte dieser unter französischem Einfluß stehende Landstreifen auch den freien Durchzug spanischer Truppen von Flandern nach Burgund. Schlüsselbedeutung für die französische Passagenpolitik besaß aber hauptsächlich das Bistum Metz. Richelieu verstärkte seine Bemühungen, das Protektionsverhältnis auf das Bistum auszudehnen, wodurch Lothringen ernsthaft bedroht war . Um dieser Entwicklung entgegenzutreten konnte Herzog Karl IV.die besondere Lage Lothringens als Grenzland ausnutzen. Es gab neben Frankreich andere europäische Großmächte, die ebenfalls besonderes Interesse an den politischen Verhältnissen im lothringischen Raum hatten und die der Herzog zu seinem eigenen Vorteil ausspielen konnte. In erster Linie waren dies die Interessen Spaniens an der lebenswichtigen Nord-Süd - Verbindung durch Lothringen, die durch die französische Politik gefährdet war. Aber auch Kaiser und die katholische Liga waren auf die Hilfe des Herzogs angewiesen. Der Kaiser beanspruchte und benötigte weiterhin das Bistum Metz zur westlichen Grenzsicherung. Der Führer der katholischen Liga, Herzog Maximilian von Bayern suchte ein Bündnis mit dem lothringischen Herzog, um die Unterpfalz umfassend zu sichern . Diese Konstellation, auf der einen Seite Frankreichs Passagenpolitik, um eine habsburgischen, insbesondere eine spanische Umklammerung zu vermeiden und auf der anderen Seite ein Bündnis der verschiedenen katholischen Mächte des Reiches zur Eindämmung Frankreichs, spitzte sich in den folgenden Jahren zu einem militärischen Konflikt zu. Nachdem Frankreich 1628 durch die Eroberung von La Rochelle den Widerstand der Hugenotten gebrochen hatte, konzentrierte die französische Monarchie ihre Kräfte nun an der Ostgrenze des Königtums. Richelieu formulierte 1629 in einem Memorandum an den König die Grundzüge der neuen französischen Außenpolitik für die folgenden Jahre. Unter anderem wurde als wichtiges Ziel aufgeführt: "il falloit penser à se fortifier à Metz, et s'avancer jusqu'à Strasbourg s'il étoit possible pour acquérir une entrée a l'Allemagne" . Zu diesem Zweck verstärkte Ludwig XIII. seine Champagnerarmee unter dem Befehlshaber Marillac. Aber gleichermaßen operierten auch kaiserliche Truppen im Gebiet des Stiftes Metz und besetzten mit Unterstützung Karl IV. im Mai 1630 die Metzer Festungen Vic und Moyenvic. Eine militärische Auseinandersetzung zwischen beiden Parteien schien sich nicht mehr vermeiden zu lassen. Aber ein weiters Ereignis veränderte die politische Lage in Europa maßgeblich und beeinflusste auch die Entwicklung im Elsass und in Lothringen. Im Sommer 1630 landete Gustav Adolf in Pommern und griff somit in den Krieg ein.
Für die französische Politik bedeutete der schwedische Siegeszug im Reich eine neue politische Situation, die das Konzept Richelieus durcheinander brachte. Einerseits gelang es den Schweden die habsburgische Position im Reich nachhaltig zu schwächen, was auch im Sinne der französischen Politik geschah. Andererseits war Frankreich gleichzeitig gezwungen, die Expansion der schwedischen Macht einzudämmen, um nicht Gefahr zu laufen, mit Schweden einen neuen Konkurrenten um Reichsansprüche zu erhalten . Frankreich musste nun auch militärisch aktiv werden. Bereits 1631 bot sich dazu die Gelegenheit. Nach der Niederlage der Kaiserlichen bei Breitenfeld eilte die lothringische Armee unter Karl IV. den Truppen Tillys zu Hilfe. Richelieu nutzte diese Situation und marschierte in das ungedeckte Metzer Bistum ein. Die Festungen Vic und Moyenvic kapitulierten am 27. Dezember 1631. Frankreich konnte nun den lothringischen Herzog in die eigenen Pläne einbinden. Im Vertrag von Vic wurde Karl IV. zu strikter Neutralität verpflichtet. Weiterhin musste er sein Land für französische Truppendurchzüge offenhalten . Richelieu hatte damit ein wichtiges Ziel erreicht: Der Weg in das Reich, insbesondere ins Elsass lag frei. Doch waren dort bereits die Schweden tätig geworden. Der weitere Erfolg der schwedischen Kriegsführung hing sehr stark davon ab, inwieweit Gustav Adolf die protestantischen Reichsstände an sich binden und militärisch integrieren konnte. Das verbindende Mittel war dabei der Schutzgedanke, zu dem sich der schwedische König als "christlicher evangelischer potentat" und "protector religionis" gegenüber den verbündeten Ständen verpflichtete . Unterstützt wurde diese Protektionspolitik vor allem durch die militärische Schlagkraft des schwedischen Heeres, das den bedrohten Ständen oftmals keine andere Wahl ließ als sich mit Schweden zu verbünden. In diesem Sinn wendete sich der König an Straßburg.
Nach langen Verhandlungen wurde am 7. Juni 1632 der Vertrag geschlossen. Die Stadt Straßburg gab ihre Neutralität auf und verpflichtete sich, Proviant und Munition zu stellen, sowie schwedischen Truppen den Durchzug zu erlauben . Erst dadurch abgesichert, begann im September unter dem Befehlshaber Horn der schwedische Vorstoß ins Elsass. Besonders die protestantischen Stände hofften auf die Schweden als Retter ihres Glaubens, obwohl auch die damit verbundenen Kriegsauswirkungen Besorgnis verursachten . Ein Volkslied verdeutlicht die damalige Stimmung unter den Protestanten: "Des Gustavi Adolphi Gesundheit wollen wir trinckhen, Es soll ihm wohl ergehen. Der Papisten Glaub wird bald hinckhen, Es wird nicht lang bestehn. Der Schwed, der wird ausreithen gar, Ausreithen wird er gar Die gantz papistsche Schaar". In den folgenden Jahren wurden alle wichtigen Gebiete und Städte im Elsass von den schwedischen Truppen besetzt. Die innere politische Struktur konnte diesem Ansturm nicht standhalten. Die Landtage, die in erster Linie die Verteidigung des Landes sichern sollten, konnten eine schwedische Besetzung nicht verhindern. Im Elsass dominierten von diesem Zeitpunkt an nur noch das militärische Kalkül der verschiedenen Armeen . Für Frankreich bedeutete dies, dass die die Passagenpolitik im Elsass vorerst an den habsburgischen und den schwedischen Positionen zum Stillstand gekommen war, da Frankreich einen offenen Bruch mit dem Kaiser oder den Schweden noch vermeiden wollte.
Diese Situation änderte sich wiederum grundlegend durch die vernichtende Niederlage der Schweden gegen die Kaiserlichen in der Schlacht von Nördlingen am 6. September 1634. Die Konsequenzen der Niederlage waren im Elsass direkt spürbar. Die schwedische Position im Elsass war auf längere Sicht nicht mehr zu halten. Gleichzeitig versuchten die Kaiserlichen die Niederlage und die damit verbundenen Schwäche der Schweden auch im Elsass auszunutzen. Eine kaiserliche Armee unter dem Herzog von Lothringen und dem Heerführer Johann de Werth bedrohte die schwedischen Besatzungen im Elsass . Für die meisten elsässischen Städte, die schutzlos den herannahenden kaiserlichen Truppen gegenüberstanden, bot sich als Alternative zur Kapitulation die Übergabe und Anerkennung Frankreichs als Schutzmacht. Angesichts der militärischen Bedrohung waren die meisten Städte dazu bereit und nahmen französische Garnisonen auf . Hinzu kam, dass mit Zustimmung des schwedischen Ministers Oxenstierna die schwedischen Stellungen im Elsass durch den Pariser Vertrag vom 1. November 1634 an Frankreich übergeben wurden . Bis Ende 1636 erstreckte sich die französische Protektion über fast das gesamte Elsass . Trotzdem waren die Position der Franzosen im Elsass nicht gefestigt. Durch die Kriegseintritt Frankreichs 1635 verschob sich das Kriegsgeschehen endgültig in die westliche Zone des Reiches. In den folgenden Jahren durchzogen vielfach spanische, kaiserliche und französische Truppen das Land. Nach der Schlacht von Nördlingen war es Frankreich gelungen gegen eine Zusage auf selbstständige Landesherrschaft im Elsass den Söldnerführer Bernhard von Weimer zu verpflichten, der den Krieg im Elsass zugunsten Frankreichs entscheiden konnte und 1638 die Festung Breisach einnahm. Damit waren auch die militärischen Operationen des Dreißigjährigen Krieges im Elsass beendet. Frankreich begann nun die militärische Protektionen in das allgemeine französische Verwaltungssystem zu integrieren .
Ungünstiger gestaltete sich die Situation Frankreichs in Lothringen. Dort leistete der lothringische Herzog Karl IV. heftigen Widerstand gegen die französische Besatzung. Obwohl Frankreich spätestens ab 1635 Herr des lothringischen Raumes ist, bricht Karl IV. in regelmäßigen Abständen mit Unterstützung kaiserlicher und vor allem spanischer Truppen in das Herzogtum ein. Diese Versuche das lothringische Herzogtum zurückzugewinnen bleiben allerdings ohne größeren Erfolg, Ludwig XIII. behält die Oberhand . Die französische Lothringenpolitik ist einerseits gekennzeichnet dadurch, daß sie nicht die völlige Vernichtung Karl IV. beabsichtigte, sondern ihn in das politische Konzept Frankreichs einzubinden versuchte . Dies gilt für sowohl für den Frieden von Charmes 1633, als auch für den Frieden von Saint-Germain 1641 . Andererseits aber betreibt Frankreich den inneren Ausbau der besetzten Gebiete. 1633 wird in Metz ein Parlament eingerichtet, das die oberste Berufungsinstanz für bischöfliche und städtische Gerichtshöfe ist. Durch Edikt werden die besetzten Gebiete 1634 in die vier Amtsbezirke Metz, Toul, Verdun und Vic eingeteilt, wodurch die politische Autonomie der Städte und der Bistümer untergraben wird . Dies waren die Voraussetzungen, die Frankreich im Elsass und in Lothringen geschaffen hat und mit denen die französischen Gesandten aus gestärkter Position in die Friedensverhandlungen eintreten konnte. Der Westfälische Friede 1648 brachte allerdings weder für die elsässische noch die lothringische Frage eine klare Entscheidung . Aufgrund des noch weiter bestehenden Gegensatzes zwischen Frankreich und Spanien wurde auch eine endgültige Regelung der lothringischen Verhältnisse an einen französisch-spanischen Friedensvertrag gebunden und somit vom Westfälischen Frieden ausgeklammert. Lediglich wurde in Artikel 72 und 73 des Vertrages die Souveränität des französischen Königs über die Städte und Bistümer Metz, Toul und Verdun anerkannt. Im Zentrum des Herzogtums Lothringen ist somit ein "bistümliches" Lothringen entstanden und staatsrechtlich festgeschrieben worden . Die Kämpfe in Lothringen gehen unterdessen weiter, da der lothringische Herzog weiterhin mit spanischer Unterstützung Widerstand leistet.
Erst 1661 legen sich die
kriegerischen Auseinandersetzung im lothringischen Raum .
Günstiger für Frankreich waren die Bestimmungen des
Westfälischen Friedens im Bezug auf das Elsass. Mazarin, der
1643 die Nachfolge Richelieus antrat, konnte dabei seine
Forderungen weitgehend durchsetzen. Frankreich erhielt den
elsässischen Territorialbesitz der Habsburger, die
Landgrafschaft im Ober- und Unterelsass, sowie die Landvogtei
über die zehn elsässischen Reichsstädte . In Artikel 87 wurde
aber den elsässischen Reichsständen die Reichszugehörigkeit
und Reichsunmittelbarkeit garantiert . Die Bestimmungen waren
allerdings sehr unklar formuliert und gaben Spielraum für
Interpretationen. Besonders die Titel der Landgrafschaft und
Landvogtei wurden unterschiedlich ausgelegt. Während die
Habsburger diesen Titeln eher symbolische Bedeutung zuschrieben,
leitete der französische König weitgehende Ansprüche und
Rechte davon ab. Dies musste zwangsläufig zu neuen Konflikten
führen. Letztendlich war es eine Machtfrage, die über das
endgültige Schicksal des Elsass entscheiden sollte .
Mehr zum Elsass findet man in dem Beitrag von Daniel Peter, "Ein- und Auswanderung im nördlichen Elsass 1648 - 1750", veröffentlicht in der Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde, 2002, Band XV, S. 171ff. Nachfolgend einige Ausschnitte:
"Die Outre-Foret war keine demographische Wüste am Ende des Dreißigjährigen Krieges, der Mensch war nur sehr selten geworden!
Während das Elsass etwa 33 - 50 % seiner Einwohner verloren hatte, kann man die Verluste im nördlichen Elsass auf 50 bis 70 % beziffern. Leider sind die Kriegsjahre noch nicht zu Ende. Bis 1715 gibt es mehr Krieg als Frieden.
Die Verordnung König Ludwig XIV. von 1662 versprach u.a. den Ansiedlern den Besitz erschlossenen Brachlandes, aber verbot Nichtkatholiken, ins Elsass einzuwandern.
(nach 1648) Die wirtschaftliche und soziale Lage im Schwarzwald, in Franken, in Schwaben, in Bayern und in Tirol war dramatisch.
Eine schwankende Einwanderung: Man erkennt global zwei große Zeitabschnitte. Der erste geht von 1660 bis zum Holländischen Krieg. Es handelt sich hauptsächlich um eine Einwanderung von Eisenspezialisten aus dem Vorarlberg, Tyrol, Sachsen oder Nordlothringen und viele Schweizer. Der zweite verläuft von 1680 bis 1730: die Schweizer sind immer noch zahlreich, aber man zählt auch viele Franzosen, Schwaben und andere Leute aus dem Reich.
In Hatten arbeiten ab 1652 mehrere Maurer aus Tirol am Neubau des Schlosses. In den Erzgruben von Uhrwiller kommt es 1651 zu Streitigkeiten zwischen Einheimischen und Tiroler Knappen. Ab 1664 stellt das Eisenwerk von Zinswiller Holzhauer, Kohlenbrenner und Eisenspezialisten aus Nordlothringen, Graubünden und Tirol ein.
1661 werden Niclaus und Jacob SENGER, zwei Maurer aus Tirol, die in Cleeburg arbeiten, ohne sich da definitiv niedergelassen und der Maurerzunft angeschlossen zu haben, verraten, und jeder zu einem Gulden Geldstrafe verurteilt.
Die Zahlen der Einwanderung: Die Schweizer stehen während der ganzen zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts an erster Stelle (ca. 85 %) in den untersuchten Ämtern (Hatten, Oberbronn, Niederbronn). Tiroler, Bayern und Franzosen bilden die großen Gruppen der restlichen 15 %. Diese Zahlen sind nicht überraschend. Der Rhein bildet einen natürlichen und einfachen Einwanderungsweg für die Schweizer, von denen aber viele nur einige Zeit im Elsaß bzw. im Outre-Foret weilen, bevor sie weiterziehen, z.B. nach Pfalz-Zweibrücken."
Golo Mann, "Propyläen Weltgeschichte", fünfter Band, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main, 1963:
1661:
Herzog Karl IV. von Lothringen (57) wird durch den Vertrag von Vincennes wieder in sein Herzogtum eingesetzt.
1670:
Die Franzosen besetzen erneut Lothringen und vertreiben Herzog Karl IV. (66).
1673:
Bündnis zwischen Österreich, Holland, Spanien und Karl IV. von Lothringen (69) in Haag gegen Frankreich.
1683:
Herzog Karl V. Leopold von Lothringen.
1686:
Herzog Karl von Lothringen (43) erobert Ofen (2.9.).
Zur Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1666 in Breinig (Internet, Juli 2001, www. st-seb-breinig.de/Historisches/historisches.html):
In der ersten Hälfte des 30-jährigen Krieges (1618-1648) war das Gebiet um Kornelimünster im allgemeinen von Behelligungen durch Kriegsvölker verschont geblieben. Im Gegenteil, die auf abteilichem, also münsterländischem Gebiet seßhaften Kupfermeister am Vichtbach vor Stolberg, hatten in dieser Zeit durch ihre Lieferungen nach Frankreich, ihrem Hauptabsatzgebiet, das bis dahin vom Krieg ebenfalls nicht berührt wurde, gute Geschäfte gemacht.
Seit 1630 aber wurde die hiesige Gegend ständig durch umherstreifende Truppen beunruhigt. 1630 und 1633 hatte Eschweiler unter schwerer kaiserlicher Einquartierung zu leiden, 1634 wurde die Gressenicher Kirche geplündert, 1635 traf ein holländischer Streifzug das Amt Wilhelmstein. 1638 wurde Aachen von Octavio Piccolomini belagert und eingenommen. Besonders schlimm wurde es nach dem Einfall der Hessen und Lothringer 1642. In diesem Jahre wurde Eschweiler zerstört.
Außer anderen Kriegsdrangsalen, die das freie unabhängige Münsterländchen im Laufe der Jahrhunderte erdulden musste, hatten besonders Breinig, Walheim und Oberforstbach in den Jahren 1647 und 1648 sehr zu leiden, also gegen Ende des 30 jährigen Krieges. Vornehmlich Lothringer hausten hier wie die Vandalen.
Wie der Pfarrer von Kornelimünster berichtet, haben diese in Breinig am 19. Februar 1647 und in Rahren (Raeren) am 20. Februar 1647 mehrere Häuser angesteckt.
Wie der 30 jährige Krieg 1648 zu Ende ging, fielen Truppen des Herzogs Karl IV von Lothringen in die westlichen deutschen Lande ein, nachdem die Franzosen Lothringen und das damalige österreichische Elsaß besetzt hatten. Diese Truppen zogen - die Bevölkerung drangsalierend - hin und her. Die Schützen des Monschauer Landes setzten sich zur Wehr, sie riefen die Schützen des Münsterländchens zu Hilfe. Am 15. Dezember 1648 kam es dann auf dem Friedhof in Kalterherberg zu einem blutigen Treffen, bei welchem 103 Schützen des Monschauerlandes und 56 Schützen des Münsterländchens ihr Leben ließen. Mit den kampferfahrenen und besser bewaffneten Söldnern hatten es die Schützen nicht aufnehmen können trotz allem Eifer und Einsatz bis zum Letzten.
Daß die Schlacht bei Kalterherberg später noch ein Nachspiel vor dem Schöffengericht in Kornelimünster hatte, sei hier nur am Rande erwähnt.
Aus Breinig waren lt. vorhandener Aufzeichnung im Sterbebuch von Kornelimünster 9 Mann gefallen und zwar:
1.Gördt Kerst, Gehads Sohn von Breinig zur Kalterherberg tots verfahren den 15. Xbris 1648,
2.Lambert Hennikens von Breinig zur Kalterherberig erstochen den 15. Xbris 1648,
3.Joh. Hubert Hambach's Sohn von Breinig, ermordet wie oben,
4.Wilh. Ostlender von Breinig todt blieben,
5.Wilhelm Krandt (Krott) von Breinig todts verfahren
6.Con Hammacher von Breinig elendiglich in den Herrn entschlafen,
7.Wilhelm, Jan Kapelle's Sohn von Breinig, in den Todt geführt worden,
8.Wilhelm Heuments Sohn, Johann von Breinig, seinen Geist aufgegeben,
9.Peter Ganser von Breinig zur Kalderherberig erschossen 15. Xbris.
(Xbris ist Dezember)
In Breinig wütete - wie
vielerorts - als Folge der vielen Truppendurchzüge im Jahre 1652
die schreckliche Geißel der damaligen Zeit - die Pest -, die
viele Opfer forderte.
Michael Forcher "Tiroler Geschichte in Wort und Bild", Haymon-Verlag, Innsbruck 1984:
Seite 82:
Ferdinand Karl gab sich völlig seinen Vergnügungen und seiner Verschwendungssucht hin. Der junge und verantwortungslose Fürst fand nichts dabei, die riesige Entschädigungssumme, die Frankreich den Tiroler Habsburgern für die endgültige Abtretung des im Krieg verloren gegangenen Elsass zahlen musste, nach Lust und Laune zum Fenster hinauszuwerfen.
Erzherzog Ferdinand Karl (1646 1662) starb bereits im Alter von 35 Jahren. Mit dem ebenfalls frühen Tod seines Bruders Sigmund Franz erlosch 1665 die Tiroler Linie der Habsburger.
Seite 90:
Nach dem Tod des letzten "Tiroler Habsburgers" im Jahr 1665 übernahm Kaiser Leopold I., damals der einzige männliche Habsburger, unmittelbar die Regierung Tirols. ....
Immerhin bedeutete es eine gewisse
Anerkennung der Eigenständigkeit Tirols, wenn der Kaiser 1679
seinen Schwager, den Reichsfürsten Herzog Karl von Lothringen,
als seinen persönlichen Statthalter nach Innsbruck schickte. Der
"kaiserliche Gubernator" bekleidete aber gleichzeitig
das Amt eines Reichsmarschalls und war wegen der Türkenfeldzüge
und anderer Kriege meist nicht im Lande. Nach dem Tod des Herzogs
im Jahr 1690 fiel die Aufgabe, den Kaiser und Landesherrn in
Tirol zu vertreten, wieder an den jeweiligen Präsidenten des
Geheimen Rates in Innsbruck.
Heinrich Herzog, "Kaiserslautern 1651 1681", Kaiserslautern 1986:
"Die Nähe der lothringischen Garnison in Homburg wirkte sich durch immer wiederkehrende Übergriffe von Soldaten, insbesondere in Orten des westlichen Teils des Oberamtes, negativ und für die Besiedlung hemmend aus. Einwohner flüchteten vor der Gewalt, einige davon nach Kaiserslautern. Als sie 1652 noch Landstuhl besetzten und sich auf der Burg festsetzten, verließen eine nachweisbare Anzahl der sickingischen Untertanen ihre Orte und wurden als Exulanten Lauterer Bürger oder Hintersassen.
Am 10. August 1668 eroberten
kurpfälzische Soldaten die Burg Nanstein (auch Hohenecken) und
nahmen die lothring. Besatzung gefangen. Unmittelbar danach
begann die Wiederbesiedlung von Landstuhl und dem nordöstlichen
Teil der Sickinger Höhe,
wobei die Einwohner von Kaiserslautern einen großen Anteil
hatten."
Albert Schwarz "Die Huldigungsverzeichnisse der Untertanen im Oberamt Germersheim der Jahre 1636 und 1637", Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2001, Band 14, Seite 481:
"Kaum hatte die kaiserliche Armada Mitte Juni 1635 den Rhein überschritten und die Südpfalz zurückerobert, traf Erzherzogin Claudia von Innsbruck aus Anstalten der Wiederherstellung der österreichischen Verwaltung des Oberamtes Germersheim. Seit dem Tode ihres Mannes, Erzherzogs Leopold V., im Jahre 1632 führte sie für ihre unmündigen Kinder die Regierungsgeschäfte.
Nach der vernichtenden Niederlage, die das Heer der katholischen Liga den Truppen des als "Winterkönig" verspotteten, pfälzischen Kurfürsten Friedrich V. 1620 vor den Toren Prags beigebracht hatte, war Leopold zwei Jahre später, damals noch Bischof von Straßburg und Passau, in das Oberamt Germersheim eingefallen und bald darauf von seinem Bruder, Kaiser Ferdinand II., mit der Verwaltung der eingezogenen Reichspfandschaft betraut worden.
1628 schließlich, nachdem der
Bischof sein geistliches Amt quittiert und Claudia von Medici
geheiratet hatte, erhielt er das Oberamt vom Kaiser geschenkt.
Das in Innsbruck residierende Paar ließ seinen
linksrheinischen Besitz durch eigene Beamte verwalten, bis diese
1631 nach der schwedischen Invasion einer protestantischen
Administration weichen mussten."
.....
Rudolf Fendler, "Geschichte der Deutschordenskommende Einsiedel bei Lautern", Mainz 1986:
"Zu Beginn des Jahres 1662 hatte man ein Generalkapitel nach Wien einberufen, wo es am 12. April 1662 durch den Hoch- und Deutschmeister Leopold Wilhelm von Österreich in der kaiserlichen Hofburg eröffnet wurde. Dort hatte der Landkomtur Lothar Braun von Schmidtburg über seine Ballei zu berichten."
Die Deutschordenskommende Einsiedel gehörte zur Ballei Lothringen. Bezüglich Einsiedel heißt es 1662:
"Da jetzt noch eine lothringische Besatzung dort sei, könne das Haus nicht conserviert werden, auch könne das umgebende Ackerland nicht bebaut werden."
Im Denombrement der Herrschaft Landstuhl von 1681 [13] findet man
umfangreiche Angaben zu der Wiederbesiedlung der Dörfer.
In Landstuhl sind 30 Untertanen (Familienväter, unverheiratete
Männer und Witwen) und in den Dörfern 75 Untertanen namentlich
genannt. Im Einzelnen ergibt sich in den Dörfern der Herrschaft
folgendes Bild (Reihenfolge gemäß Denombrement):
Kindsbach 5, davon 1 "neu ankommener",
Bann 8, davon 6 neu,
Queidersbach 5, davon 3 "neu ankommener",
Linden 1,
Krickenbach 3,
Horbach 2,
Hermersberg 8, davon 2 neu,
Harsberg 2, beide vor 3 Jahren (1678) zugezogen,
Zeselberg 4, davon 1 neu,
Weselberg 2, beide vor 1 1/2 Jahren zugezogen,
Arnbach 2,
Obernheim 2, beide neu,
Gerhardsbrunn 4,
Labach/Knopp 6, alle neu, darunter ein "Tyroler",
Martinshöhe 6, davon 1 dieses Jahr eingezogen,
Langwieden 3, davon 1 "neulich eingezogen",
Mühlbach 1,
Hauptstuhl 4, davon 2 neu,
Mittelbrunn 7.
D. h. 29 von 75 Untertanen waren erst recht kurz vor der
Erstellung des Denombrements im Jahr 1681 zugezogen. Obwohl nur
ein Einwanderer als Tiroler angegeben ist, geht
der Verfasser davon aus, dass der Anteil der Zuwanderung aus
Österreich (Tirol, Vorarlberg) vielleicht in der Größenordnung
von 20 bis 30 % liegt. Diese vielleicht etwas kühne
Annahme muss jedoch noch vom Verfasser belegt werden. Hinweise
für eine beträchtliche Zuwanderung sind z. B.,
Kath. KB Horbach 1710 - 1719:
BIEGEL, Mathes, aus Keßheim, Kitzbühler Gericht, ist am 29.5.1719 Taufpate bei Johann Mathäus LENTZ in Heltersberg.
EPSER, Simon, aus Kirdorf im Kitzbühler Gericht, ist am 29.5.1719 Taufpate bei Johann Mathäus LENTZ in Heltersberg.
PORTSCHELLER, Jacob, S. d. Peter PORTSCHELLER und Barbara, aus Innsbruck heiratete am 7.4.1715 in Horbach Maria Margaretha BOURMANN.
Kath. KB Landstuhl 1696 - 1730 (KB-Register von Knocke):
FEßLER, Joseph, Maurer aus der Herrschaft Bregend (wohl Bregenz), oo am 19.01.1723 in Landstuhl Dorothea BRÜSLIN aus Landstuhl.
HAUSER, Christian, Bürger und Maurer (Steinhauer) in Landstuhl, gebürtig in Tirol (Isckell), † Landstuhl 30.08.1751; oo Landstuhl am 24.11.1716 Anna Margarete SIGRISTIN aus Landstuhl.
KLIMMER, Johann Georg, einige Monate alt, † Landstuhl 13.09.1715. Andreas KLIMMER aus St. Jacob in Tirol, Landbezirk Landeck, oo in Landstuhl am 7.1.1743 Magdalena ENGDLERIN aus Queidersbach.
MEISTER, Josef, Maurer aus Büchelbach in Tirol, oo in Landstuhl am 11.02.1721 Anna Eva BUNDTRÜCKIN (BUNDRICK); letztere oo als Witwe am 7.1.1727 in Landstuhl den ebenfalls aus Tirol stammenden Maurer Ulrich REZLER.
MOHR, Vitus, "Ambenensis en Tyrol", oo in Landstuhl am 11.02.1700 Elisabetha HAßELIN aus Rodenburg.
PFEIFFER, Anton, aus dem Amt Hart(en)berg in Tirol oo in Hauptstuhl am 12.08.1700 Margarete SCHUSTERIN aus Hauptstuhl.
RANCKER, Pathel (Bartholomäus?), Zimmermann aus Tirol, oo in Mühlbach am 5.5.1716 Maria Magdalena SCHMITTIN aus Mühlbach.
REGENSBURGER, Jakob, Zimmermann aus Apo?us in Tirol, oo am 11.07.1713 in Hauptstuhl Margarete (geb. Kostheim), des † Martin ZIMMERMANNs zu Hauptstuhl Witwe.
REZLER, Ulrich, Bürger, Steinbrecher, Maurer in Landstuhl, † Landstuhl 26.03.1760; Sohn von Joh. REZLER, Zimmermann, und Agnes, Eheleute aus Tirol, aus dem Landecker Gericht bei St. Anton, oo Landstuhl am 7.1.1727 Eva BUNDRICK.
SCHLEGEL, Georg, aus Tirol oo am 16.05.1702 Katharina BAUER aus Hauptstuhl.
SCHMITT, Michael, Handelsmann aus Tirol (aus Pholtzmantz (?)), oo am 21.11.1758 in Landstuhl A. M. Elisabeth FLESCHHUTin (oder BLESCHHUT?) aus Blieskastel († 16.06.1770).
WILLE, Matthias, Maurer aus Luthesheim in Tirol, oo Landstuhl 1746 (?) [Kopie nicht richtig lesbar].
ZERLAUTH, Marcus, geb. in Tirol, Maurer, † 14.08.1718 in Kindsbach, 62 Jahre alt, begr. in Landstuhl.
ZERLAUTH, Martin, aus Sonneberg in Oberösterreich (richtig ist wohl: Sonnenberg in dem Vorarlberger Landgericht Sonnenberg), oo am 12.01.1700 in Landstuhl Anna Christina CREUTZERIN aus Grünstadt in der Herrschaft Leiningen.
Dieses KB enthält auch einige Schweizer.
Kindsbach (Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 137ff (Die Wiederbesiedlung des Dorfes Kindsbach):
KEßLER, Georg, ein Thumscher Schwiegersohn, aus Oberstdorf (kein echter Tiroler, vom Verfasser trotzdem hier genannt), 1680 in Kindsbach, Steinmetz.
ZERLAUTH, Michael, aus Tirol, 1688 in Kindsbach, Maurer.
Denombrement der Herrschaft Landstuhl Anno 1681:
"Ober- und Niederlaubach, sonsten der Knopf genant" (Knopp-Labach):
"Und neulichst neuankommener Tyroler Ulrich HEYELACKER".
Evang.-luth. Kirchenbuch der Herrschaft Landstuhl 1669 bis 1709:
KEßLER, Johann, Steinmetz aus Tirol, wird 1681 als Taufpate genannt.
KEßLER, Johann, Steinmetz von "Oberstorff im Algäu" wird 1690 als Taufpate genannt.
Dieses KB enthält auch einige Schweizer.
Weitere Materialsammlung und Auswertung ist noch nötig.
.....
Maßweiler (Quelle: Johann Schanne, "Ortsgeschichte von Maßweiler", Speyer 1952)
"1653 meldet der Klosterschaffner in Wörschweiler:
"Dieses Dorf ist noch unbewohnt, werden aber nach erlangter
verhoffender Ruhe sich wiederum Leute dahin begeben und die
Güter zu verleihen sein."
1664 spricht der Klosterschaffner von Untertanen zu Maßweiler,
denen er gegen Entrichtung des 9. Teiles des ursprünglichen
Hubzinses die Güter verlieh.
1669 sind in Maßweiler sechs Familien und 1675 fünf Familien.
1683 wohnen in Maßweiler Jonaß Langorius, Heinrich Matheus,
Hans Weber, Veit Fabian, Simon, Ganter u.a.
Nach Errichtung der französischen Reunionskammern im Jahre 1680
fördern französische Generäle im Herzogtum Zweibrücken die
katholische Religion. Daher finden wir 1688 in Maßweiler 9
katholische und eine lutherische Familie mit 36 Kindern. Zu den ersten Neuansiedlern in Maßweiler
dürfen wir Tiroler Bauhandwerker z. B. die Ganter zählen, in
Lothringen gab es Gander. Die Tiroler waren katholisch."
Reifenberg (Quelle: Johann Schanne, "Ortsgeschichte von Maßweiler", Speyer 1952)
"In Reifenberg überlebten 3 Familien den 30jährigen
Krieg, nämlich Peter Kneip, Theobald Kneip, Jakob Schön. Des
letzteren Tochter Anna Katharina Schön heiratete 1679 in
Maßweiler den Johann Nickel Hüther, der über Bottenbach aus der Schweiz nach Reifenberg
kam."
Noch weiter zu ergänzen..
......
Noch zu ergänzen.
Höheinöd (Ortschronik "1295 - 1995 Höheinöd", S. 23/24)
"Erste Kunde von der Neubesiedlung bringt ein Bericht des hanauischen Amtsschaffners Rampsberger aus dem Jahr 1670. "Auf der leiningischen Seite befinden sich zwei Untertanen. Der eine, Andreas Eßel (Aßel), ist sehr arm. Der andere ist ein Welscher."
Die ersten Eintragungen über Neusiedler aus der Schweiz finden sich um 1680/85 in den Kirchenbüchern. Eingewandert sind die Familien des Johannes Müllener und des Jakob Matill.
Da der lutherische Glaube, von der Herrschaft bestimmt, die
Religion des Landes gewesen ist, galt dieser auch für
Höheinöd, mit wenigen Ausnahmen.
.....
Noch zu ergänzen.
Höheinöd (Ortschronik "1295 - 1995 Höheinöd", S. 23/24)
"Erste Kunde von der Neubesiedlung bringt ein Bericht des
hanauischen Amtsschaffners Rampsberger aus dem Jahr 1670. Demnach
"wohnt auf der hanauischen Seite nur ein Untertan, nämlich
Hans Peter Höhe. Dieser hat sich wegen erlittenen Brandes von
Pirmasens hierher begeben müssen."
Karl Kollnig, "Das Wiederaufbauwerk Karl Ludwigs nach dem Dreißigjährigen Kriege", Heidelberg 1949:
Anmerkung: Kollnig berichtet über die verschiedenen Gruppen der Zuwanderer in die Kurpfalz. Die Tiroler bleiben unerwähnt!!!
Trotz aller offiziellen Toleranz gegenüber den Konfessionen "wurden die Anhänger des reformierten Glaubens eindeutig bevorzugt".
Reinhard Blauth, "Reichswalddorf Weilerbach - Ein Dorf- und Heimatbuch", Weilerbach 1964:
"Ein Teil dieser Fremden stammte aus Deutsch-Lothringen. Sie hatten sich auf Veranlassung der Ballei Lothringen zu Beckingen an der Saar als Pächter der verwaisten Mühlen und Höfe gemeldet."
Braun, Fritz; Rink, Franz; Poller, Oskar: Die Herkunft der Neubürger in Kaiserslautern (1597 - 1767) [32], Seite 612ff:
1648: 1 Hufschmied aus Kommingen, Vorarlberg.
1649: 1 Steinmetz aus Oberstdorf, Allgäu.
1656: 1 Leinenweber aus Rosenberg, Österreich.
1656: 1 Steinhauer aus Jagdhausen, Vorarlberg.
1658: 1 Zimmermann aus Waldtsee, Tirol.
Ernst Christmann, "Dörferuntergang und -wiederaufbau im Oberamt Lautern während des 17. Jahrhunderts", Otterbach 1960:
Christmann berichtet:
S. 177: "wohl begegneten wir noch keinen Einwanderern aus Tirol. Wir werden solche kennen lernen, wenn wir über die Zeit nach 1700 hinblicken. Bauhandwerker aus Tirol spielten ja beim Wiederaufbau in der Pfalz eine bedeutende Rolle."
S. 178: "Zwischen 1684 und
1700 entstand nördlich von Niedermohr am Reichsbach das Dorf
Reichsbach; sein Name wandelte sich zu heutigem Reuschbach. In
Kirchenbüchern finden wir a. 1694 die ersten Reuschbacher FN.
Ein Tiroler namens Crane- oder Cronewitter erbaute das erste
Anwesen. Andere Tiroler und des weitern auch französische
Neusiedler gesellten sich dazu, und 1717 zählte Reuschbach schon
15 Familien."
[Kommentar: Die ersten Tiroler kamen wohl schon um 1690. Das
Ramsteiner Kirchenbuch beginnt 1692. Siehe auch "300 Jahre
Reuschbach 1692 - 1992].
S. 179: "Obwohl Tiroler Bauhandwerker in großer Zahl in die Pfalz gelangten, obwohl das Schweizer Haus grundverschieden vom alten pfälzischen Haus ist, war bis jetzt nirgends etwas von Tiroler oder schweizerischen Einflüssen festzustellen, nicht in der Pfalz insgesamt und nicht im Raume des einstigen Oberamts Lautern."
Ernst Drumm, "Die Einwanderung Tiroler Bauhandwerker in das linke Rheingebiet 1660 - 1730", Zweibrücken 1950:
Die Veröffentlichung von Drumm ist die erste ihrer Art zu der Einwanderung aus Tirol. Der Text ist nach Ansicht des Verfassers mit einer gewissen Vorsicht zu verwenden. Drumm stellt die Einwanderung aus Tirol als fast ausschließliche Einwanderung von Bauhandwerkern dar. Seine Schlüsse zieht er aus einer Menge von 247 Personen, deren Herkunft aus Tirol er als "einwandfrei nachweisbar" sieht. Diese Tiroler kamen jedoch in das "linke Rheingebiet", so dass der Anteil der erfassten Tiroler, die in die Pfalz kamen, deutlich kleiner ist. Drumms Liste von Tirolern erweckt den Eindruck, dass in der Kurpfalz - im Gegensatz zu anderen Herrschaftsgebieten der Pfalz - vor 1700 nur eine geringe Zahl von Tirolern zu beachten ist. Allerdings scheint die Erfassung von Tirolern sehr unvollständig und auf bestimmte Orte begrenzt zu sein und damit könnte ein falsches Bild entstehen:
ALTHERR, 1663 Bürger in Kaiserslautern
GAB, 1665 in Weisenheim a. S.
(1650 zur Kurpfalz gehörend)
// Identisch mit GABEL? //
GABEL, 1665 in Weisenheim a. S.
Ergänzend in PF-Rh-Fam Bd. XV, 2002, S. 139: Kaspar GABEL, S. v.
Hans GABEL von Ehestein in Tirol, oo ?.9.1665 Elisabeth BOLTZ, T.
v. Hans BOLTZ, proclamiert den 3. September et sequentes,
copuliert zu Freinsheim.
GEISSLER, 1660 in Weisenheim a. S.
Ergänzend in PF-Rh-Fam Bd. XV, 2002, S. 139: Veit GEISSELER,
Maurer von Horberg aus Tirol, ledig, oo 20.11.1660 Apollonia, T.
v. Johannes LIPPERT, Gemeinsmann.
MAYER, 1687 in Gräfenhausen (bei Eußerthal, 1650 zur Kurpfalz gehörend)
RAUBACH, 1671 in Weisenheim a. S.
Ergänzend in PF-Rh-Fam Bd. XV, 2002, S. 139: Martin RAUBACHER,
von Berthecken in Tirol, S. v. Matthes RAUBACHER, Einwohner
daselbst, oo 24.10.1671 Anna Margretha, T. v. Hans MERCKEL,
Bürger.
....
Kath. KB Reichenbach:
BLENG, Franz, aus Tirol, ist am 28.10.1736 Taufpate bei Franz PETER in Neunkirchen am Potzberg.
SPETTEL, Joseph, Maurer aus Holzgau (Lechtal, Tirol), † Reichenbach-Steegen 19.07.1736.
Kaiserslautern, Bürger, Hintersassen, ... von Heinrich Herzog:
EPP, Joseph, * Rietz/Tirol, Zimmermann von Mehlingen, Bürgeraufnahme in Kaiserslautern 16.07.1693.
Ramstein, Heimatbuch von Heinz Feth, 1965:
DANEY, Johannes, aus Broz in Tirol, oo 1726 BOOZ Susanna Katherina
IHLE, Martin, aus Kappel in Tirol, oo 1718 in Ramstein HEß Regina Margareta.
Ramstein, katholische Kirchenbücher:
MEYER, Johannes, aus Tirol, ist Firmpate im August 1718 in Ramstein bei Johann Peter TÜRCK aus Schrollbach.
NN Andreas, ledig aus Tirol, ist am 29.09.1706 Taufpate bei Johann Andreas PUEL [PUHL, auch eine Tiroler Familie] aus Reuschbach.
WILL, Bernhard, verh., aus Tirol, ist Firmpate im August 1718 in Ramstein bei Johann Carl HEMMERLE aus Schrollbach.
WILL, Paul, ledig, aus Tirol, ist Firmpate im August 1718 in Ramstein bei Peter Lorenz HEMMERLE aus Schrollbach.
Eine weitere, systematische Auswertung der Ramsteiner KB steht noch aus.
Brücken, Familienbuch der katholischen Pfarrei 1690 - 1899:
DANE, Johannes Georg, 20 J. alt, aus Schwaz/Tirol, † 29.10.1743 Brücken.
FRANKENBERG, Wilhelm, vagabundierender Bettler aus Pinggau/Österreich, † 24.02.1746 in Brücken im Haus von Philipp HUBER.
IHLI, Martin, ein Tiroler, in Brücken sich aufhaltend (1719), kath., Sohn von Franz IHLI und Rosina aus Kappel/Tirol, oo am 14.09.1718 in Ramstein Margaretha Regina HESS, ref., Tochter von Johannes Nikolaus HESS, Ehweiler, in Gries sich zur Zeit aufhaltend (1719). Die Familie ist 1721 in Gries nachweisbar (KKB Glan-Münchweiler).
KUNZ, Johannes, lediger Maurer, Sohn von Andreas KUNZ aus "Sarfaus dictionis Tyrolensis", d. h. Serfaus/Tirol, † 03.09.1790 in Pettersheim, 37 Jahre alt.
MARTH, Johannes, Maurer aus Tirol, † um 1764/65 in Ohmbach, oo am 11.01.1727 in Brücken Anna Katharina BORNTRÄGER, T. v. Melchior BORNTRÄGER und Margaretha Angelika SCHÖN in Ohmbach.
OBBACHER, Thomas, ledig, ca. 35 Jahre, aus Görlitz in Tirol nahe dem Zillertal, † 23.03.1799 Brücken.
SCHNEIDER, Johannes, S. v. Elias SCHNEIDER und Rosina SCHMITT in Tirol, oo am 16.05.1766 in Brücken Anna Elisabetha HUBER.
SCHUCK, Matthias, Tiroler, Maurermeister, † 24.03.1762 in Brücken, ca. 60 Jahre alt, oo am 11.01.1727 in Brücken Anna Elisabetha HEUSLER.
300 Jahre Reuschbach 1692 - 1992:
CRANEWITTER, Christoph, Bauhandwerker aus Tirol, am 11.6.1690 in Glan-Münchweiler bei der Trauung seines Sohnes Johann Jacob erstmals erwähnt, seit 1694 in Reuschbach nachweisbar.
PUHL Johannes, aus Tirol, 1690 in Kusel wohnend, seit 1692 in Reuschbach nachweisbar.
Seite 30: Die Sippen Cranewitter und Puhl wohnten auf dem "Tiroler Berg" von der Kapelle aus gesehen rechts (Cranewitter) und links (Puhl) der Obermohrer Straße und des unteren Rehweiler Weges.
Wolfstein - Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Wolfstein 1729 - 1833
Das Register - wenn auch spät beginnend - enthält einige Tiroler:
BERWANGER Joseph, aus Tirol, ist am 24.04.1762 Pate bei Joseph, S. d. Michael FREY und Anna Maria, Rothselberg.
GRÄNWIESER Joseph, Reipoltskirchen, S. d. Christian GRÄNWIESER aus Tirol, oo 14.11.1724 DAVID Maria Gertrud, Witwe, Roßbach
JÖRG Franz, Jugendlicher aus Tyrol, ist am 20.09.1776 Pate bei Franz Christoph, S. d. Heinrich REICHRATH, Leinenweber, und Margaretha KOHL, Kaulbach.
KORB Peter, aus Tirol, oo am 01.02.1721 Maria Barbara DRES, T. d. Heinrich DRES, vom Sulzhof bei Reipoltskirchen.
Zur Herrschaft Pfalz-Zweibrücken gehörten große Teile der Westpfalz,Süd- und Nordpfalz, aber auch Teile des heutigen Saarlandes. Orte in der Herrschaft waren z. B. Zweibrücken, Homburg/Saar, Kusel, Meisenheim, Annweiler, Bergzabern, Großsteinhausen, Herschweiler-Pettersheim, Ilbesheim bei Landau, Krähenberg, Lambsborn, Nothweiler, Nünschweiler, Odenbach, Schmitshausen, Ulmet, Waldmohr, Wiesbach, Wörth.
Ernst Drumm, "Die Einwanderung Tiroler Bauhandwerker in das linke Rheingebiet 1660 - 1730", Zweibrücken 1950:
Die Veröffentlichung von Drumm ist die erste ihrer Art zu der Einwanderung aus Tirol. Der Text ist nach Ansicht des Verfassers mit einer gewissen Vorsicht zu verwenden. Drumm stellt die Einwanderung aus Tirol als fast ausschließliche Einwanderung von Bauhandwerkern dar. Seine Schlüsse zieht er aus einer Menge von 247 Personen, deren Herkunft aus Tirol er als "einwandfrei nachweisbar" sieht. Diese Tiroler kamen jedoch in das "linke Rheingebiet", so dass der Anteil der erfassten Tiroler, die in die Pfalz kamen, deutlich kleiner ist. Allerdings scheint die Erfassung von Tirolern sehr unvollständig und auf bestimmte Orte begrenzt zu sein und damit könnte ein falsches Bild entstehen. Die bisherige Auswertung zeigt jedoch auf, dass im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen schon vor 1700 eine nennenswerte Anzahl von Tirolern zu beachten sind:
EHRHARDT, 1687 in Battweiler
GANTER, geb. 1645, ??? in Homburg
GUTWENDIGER, 1670 in Hinzweiler (1650 zu Pfalz-Zweibrücken gehörend)
HANS, 1664 in Zweibrücken
HELLRIEGEL, 1686 auf dem Hornhauserhof (bei Zweibrücken?)
HOFF, 1683 in Zweibrücken
JAN, 1673 in Pettersheim
KLEZEL, 1693 in Zweibrücken
KOCH, 1663 in Zweibrücken
LAMBERT, † 1669 in Zweibrücken
LEIBRECHT, 1662 in Pettersheim
LOOS, 1659 in Pettersheim
MALTANER, 1686 in Oberauerbach
MORITZ, 1673 in Pettersheim
SAHLER, 1662 in Zweibrücken
SCHNEIDER, oo 1667 in Kusel (1650 zu Pfalz-Zweibrücken gehörend)
WALCK, 1692 in Zweibrücken
WOLF, oo 1659 in Ulmet (1650 zu Pfalz-Zweibrücken gehörend)
WOLF, oo 1661 in Ulmet
....
Landgerichtsbuch Zweibrücken 1636 - 1704:
In dem Gerichtsbuch werden viele Schweizer genannt. Aber nur an einer Stelle gibt es einen Hinweis auf eine Herkunft aus Tirol:
Seite 55 des Registers:
KIEFFER Hanß Jacob, zu Odtweiler (Kleinottweiler)
procl. 7.1.1665 (GP 1665, fol. 79, 2. Ehe)
Barbara KÖCHIN aus Tyrohl, vor 15 Jahren von ihrem Mann Hanß Wilhelm HEBEN verlassen, welcher zu seiner vorherigen Ehefrau zurückgegangen war.
Roman Spiss "Stanzertaler in der Fremde"
ALBER, Anton, geb. 20.09.1696 in St. Jakob, oo 24.02.1718 in Winterbach Anna Magdalena LEYENBERGER.
ÖTTL, Franz, heiratete 1716 in Zweibrücken Maria Salome HÖLZIN.
Kath. Kirchenbuch von Homburg/Saar 1681 - 1694:
BRANSBERGER Friedrich, gebürtig zu Litzen in der Obersteiermark, Österreich, † 20.8.1688 in Homburg (ca. 40 Jahre alt).
BRUCKER Christina, gebürtig zu Bruck in Tirol, Ehefrau von Thomas HAUTZ aus Kirchdorf, Pfarrei St. Johann in Tirol, † 17.1.1681 in Homburg.
BRÜNERSHOLTZ / BRÜNESHOLZ Jakob, gebürtig zu Walleng, Vogtei "Schwarzenburg" im Brenner-Gebiet, S. v. Jakob BRÜNNERSHOLTZ und Anna CAPLER heiratete am 18.4.1692 in Homburg Rebeca WELCHER.
LETTENBICHELER / CETTENBICHELER Peter, gebürtig zu Rodenberg in Tirol, † 7.11.1688 in Altstadt, ca. 40 Jahre alt.
LEB Hans Ulrich, kommt aus dem Salzburger Land, Witwer, oo 8.6.1683 in Homburg Anna DUPONT.
MALDANER Christian, S. v. Jakob MALDANER gebürtig zu Farholkau in Tirol, † 9.7.1681 in Homburg.
MISSER Hans, gebürtig zu Velin im Salzburger Land, Steinmetz, † 2.6.1683 in Homburg.
SPIRET Elisabetha, gebürtig zu Stri zum Sty (oder Stry) in Tirol, † 3.5.1689 in Kirrberg. oo mit Balthasar Melchoir POSTURA.
Reformiertes Kirchenbuch von Winterbach 1719 - 1798, Zweibrücken 1988:
ALBER, Johannes, aus Plutens in Tirol, 1721 Taufpate in Winterbach bei Tochter von ALBER Anthoni.
KORBER, Joseph, Maurer gebürtig in Tirol Gericht Landeck, 1729 Taufpate in Winterbach bei Tochter von ALBER Anthoni.
PAULI, Ulrich, aus Pratz in Tirol, 1721 Taufpate in Winterbach bei Tochter von ALBER Anthoni.
SCHMIDT, Anthoni, Maurer und Steinhauergesell, S. v. Christian SCHMIDT zu Landeck bei St. Jacob im Tiroler Land, oo 1727 in Winterbach.
Katholische Kirchenbücher von Meisenheim (1683 - 1798):
BARFUSS, Matthias, aus Tirol, oo Dörrmoschel 02.11.1688 RIESBERGER Maria Walburga.
BICHELER, Johann Michael, S. d. Matthias BICHELER, aus "Embst in Tirol", oo Meisenheim 04.09.1708 MEY Anna Margaretha aus Lauschied.
ELGASS, Johannes, Gemeinsmann und Maurer zu Adenbach, * 1694, begraben Medard 22.01.1754, S. d. Ferdinand ELGASS, Maurer zu "Birelos im Allgäu", oo Adenbach 19.10.1717 HAACK Maria Christina aus Adenbach.
GABEL, Johannes, aus Flies in Tirol, * 1718 (err.), begraben Odenbach 06.08.1761, oo Meisenheim 06.07.1745 ZIMMER Maria Kunigunde aus Odenbach.
GERNER, Josephus, von "Kalckrupp/Salisburgensis", oo Meisenheim 12.07.1796 PFEIFFER Elisabeth, lutherisch, von Mühlbach/Pfalz.
GEYER, Bartholomäus, Bürger und Zimmermann zu Odenbach, S. d. Michael GEYER, aus Tirol, oo Meisenheim 21.05.1726 SIEBERT Elisabeth aus Kirchenbollenbach.
GUCKENBERGER, Thomas, S. d. Jakob GUCKENBERGER, Bürger zu "Melsberg in Tirol", oo Meisenheim 13.07.1719 Susanna Veronika KOHL aus Meisenheim.
HEYENBERGER, Michael, aus "Loeber in Österreich". oo Meisenheim 12.02.1797 Katharina DAMM, Witwe von ROTH.
HOFFMANN, Hermann, S. d. Antoni HOFFMANN, aus "Auxumis in Tirol". oo Meisenheim 13.06.1723 Maria Margaretha MILLOT, T. d. Antoni MILLOT, aus "Würthen bei Mainz".
HOHENECK, Stephan, aus Tirol. oo vor 1729 Anna Maria. 1729 und 1732 Kinder in Odernheim getauft.
INSBERGER, Jakob, wohnhaft zu W., * im Allgäu, begraben in Ransweiler 26.12.1712.
KOTSCHI, Petrus, Maurer, S. d. Christian KOTSCHI, Bürger zu "Öschkelen in Tirol". oo Odernheim 01.09.1722 Anna Maria KRAUTH aus Odernheim.
PRAXMARER (BRAXMARER), Michael, Bürger und Schmied zu Odernheim, begraben Odernheim 01.04.1726, S. d. Georg PRAXMARER, aus Tirol, oo 29.06.1711 in Meisenheim Anna Magdalena ZIMMERMANN aus Odernheim. Sie ooII 1727 Johann Elias O(H)LOFF.
REHEIS, Martin, aus Tirol, begraben Meisenheim 03.04.1752.
REHEIS, Christian, aus Tirol, oo Meisenheim 03.02.1750 Maria Katharina NEUHOFF.
SCHILPERT, Anna Eva, T. d. Gennevin SCHILPERT, von Tirol, oo Meisenheim 21.12.1707 Johann Adam NEUBERGER aus Mildenberg.
SCHÖNIG, Christoph, Maurer aus "Ehrwald in Tirol", * 1715 (err.), begraben Odernheim 31.12.1732.
SCHOLL, Thomas, S. d. Jakob SCHOLL, Gemeinsmann zu Hindelang im Allgäu, * 1711 (err.), oo Raumbach 08.01.1737 GERMAN Maria Josepha aus Raumbach.
SCHWARTZ, Magnus, S. d. Kaspar SCHWARTZ und der Maria geb. VERRI, aus "Santhofen, Territori algeiensis" [Sonthofen], oo Meisenheim 25.10.1712 KÜF(F)ER Anna Claudia.
SPRENGER, Petrus, S. d. Matthias SPRENGER, Gemeinsmann zu "Berwang" in Tirol, oo Meisenheim 07.02.1702 Anna Magdalena MÜLLER aus Alsenz.
WILLE, Balthasar, aus Tirol, oo Desloch 09.10.1688 Veronika Katharina NEU.
WILLE (WEIL), Martin, aus Tirol, oo Desloch 09.10.1688 Anna Maria BENNINGER .
Einige nicht interpretierbare Herkunftsorte könnten auf weitere Tiroler hinweisen.
Evang. KB sind noch auszuwerten!
Glan-Münchweiler mit den naheliegenden Orten Börsborn, Dietschweiler, Haschbach am Glan, Nanzweiler, Gries und Steinbach gehörte zur Herrschaft der Grafen von der Leyen.
Das kath. KB Glan-Münchweiler enthält Einwanderer aus Tirol:
BERNHART (BERNHARD, BARNARD; BERNHARDT), Johann Jacob, Schulmeister, geboren in Bregetsheim, Bodensee, heiratet am 17.11.1688 in Glan-Münchweiler KOCH, Maria Katharina aus Kollweiler.
LENHARD (LEHNERT), Benedict, aus "Bristorf in Austria". Am 22.12.1686 wird in Glan-Münchweiler die Tochter Anna Maria getauft.
Das KB von Glan-Münchweiler muss weiter ausgewertet werden.
Die Herrschaft Schallodenbach nördlich von Kaiserslautern mit den Dörfern Schallodenbach, Schneckenhausen, Heimkirchen, Wörsbach und Heiligenmoschel und eine Reihe von Höfen kam schon sehr früh in Sickingischen Besitz. Schweikhard, der älteste Sohn des Reichsritters Franz von Sickingen, heiratete die Witwe des Philipp von Guntheim, Margaretha von Landsberg, die die Herrschaft Schallodenbach in die Ehe einbrachte. Schallodenbach blieb bis zur Annektion des linken Rheinufers, 1798, durch Frankreich sickingischer Besitz (Quelle: Dr. Berthold Budell im Register der kath. KB Schallodenbach).
Das Register zu den kath. KB der Pfarrei Schallodenbach [20] enthält eine größere Zahl von Einwanderern aus Tirol (einschließlich nahegelegener Regionen):
BELTZER, Michael aus Schwaben nahe Kempten und Ursula: Am 27.01.1704 wird in Schallodenbach die Tochter Maria Elisabetha getauft.
BISSUNG, Franz, aus "Theorol" (Tirol ?), ist am 11.11.1765 Taufpate in Schallodenbach bei Anna Maria NN.
CAPNER, Balthasar, Holzschnitzer aus Tirol, oo 05.03.1726 in Schallodenbach MINNET Elisabetha aus dem Bistum Löwen.
DENEFFLE Mathäus, S. d. † Georg DENEFFLE und Maria aus Mutters in Tirol, oo Schallodenbach 14.01.1749 WILTZ Anna Juliana, T. d. † Peter WILTZ und † Gertrud aus Bischem ?.
EISERACH, Johann Christian, aus Tirol, ist am 29.11.1702 Taufpate von Anna Catharina MANET aus Heimkirchen.
GEYGER (GEIGER, GEYER), Franz Xaver, aus Burberg ? Diözese "Augusta", oo am 07.05.1737 in Schallodenbach STUMPF Maria Elisabetha.
GRIESEMER, Elias, aus Naus Reite ? in Tirol, S. d. Paul GRIESEMER, oo 25.01.1742 TESCHU Catharina Elisabetha aus Mehlbach.
HAASLER, Anton, verh. Maurer aus Hirschhorn, aus Tirol, ist am 22.09.1740 Taufpate bei Anton WEBER aus Hirschhorn.
HOFFMANN, Johann Georg, aus Tirol, ist am 09.07.1721 Taufpate von Johann Nikolaus ENTNER aus Mehlbach.
HOLPER, Anton, Jüngling aus "Pfunds in Tyrol", † am 02.01.1743 in Schallodenbach.
KOLHUND, Johann Georg, aus Geisenried, Herrschaft Fiesen, S. d. Christian KOLHUND und Anna Maria, oo 05.11.1720 KÄPPEL Maria Elisabetha vom Folzenhof.
KROP, Franz, aus Doratz, Amt Nimbster in Tirol, lediger Sohn des Johannes, ist am 19.09.1757 in Schallodenbach Taufpate von Maria Elisabetha Franziska BROSCHART vom Gorweilerhof.
LACHER, Joseph, lediger Maurer aus Tirol, jetzt in Mehlbach, ist am 02.09.1731 Taufpate bei Joseph SCHMIT aus Mehlbach, S. d. Franz SCHMIT "ex Wittenimen provincia allkeyensis".
MAYER, Jakob, Witwer, aus Augsburg, Herzogtum Kempten, oo am 23.11.1716 in Schallodenbach MEYS Anna Maria aus Wonsheim.
METZROTH, Conrad, S. d. † Johannes METZROTH und † Sibilla aus Kempten, oo Schallodenbach 06.02.1764 MAYER Maria Elisabetha, T. d. † Johannes MAYER und Maria Margaretha.
NN Johannes, aus der Grafschaft Tirol, ist Vater (so die Wöchnerin) des ill. Kindes Anna Maria MÜLLER, getauft in Schallodenbach am 10.03.1718.0
SCHMIT, Franz, stammt aus Tirol, jetzt verh. in Mehlbach, ist am 23.10.1729 Taufpate von Franz Heinrich NEGER aus Mehlbach. Siehe auch bei LACHER, Joseph.
SCHOLL Conrad, geb. in "Delphs in Tyrol", jetzt in Mehlbach, ist am 25.01.1739 Taufpate bei Anna Maria Agatha HERTEL aus Mehlbach.
ZAUNBERGER, Thomas, stammt aus "Algau neidersonshof", oo am 07.04.1711 in Schallodenbach KIRR Catharina aus "h. Muschel".
Einige Orte der Herrschaft:
Falkenstein, Winnweiler, Ilbesheim (bei KIB), Gerbach, St. Alban, ...
1. Kath. KB Winnweiler 1704 - 1743 (Register von Dr. Rudolf Schneller):
Im kath. KB von Winnweiler gibt es eine große Zahl von Tirolern. Diese stellen wohl die stärkste Gruppe unter den Einwanderern dar. Groß ist auch der Anteil der Einwanderer aus dem Allgäu. Auswertung erfolgt unter Berücksichtigung von Trauzeugen und Patenschaften. Namen mit ? (und kursiv geschrieben) könnten auch Tiroler sein:
BREID (PREIT, BREITH, BREIT), Jakob, * um 1700 in Tirol, Gericht Landeck, S. v. Christian BREID und Maria, oo am 25.11.1727 in Winnweiler SCHUMANN, Margaretha Elisabetha aus Winnweiler.
BUCHMANN (BUCHMAN), Mauritius, Zimmermann, * um 1680 in Röden in Tirol, oo am 22.11.1707 in Winnweiler WESTENNEDER, Susanna aus Winnweiler. 1710 Taufpate bei Mauritius SCHNEICKART aus Winnweiler.
DEMMERLE (DAYMERLE, DAMERLE, TÄMERLE), Bartholomäus, getauft am 17.08.1678 in Zams, ex monte / Gericht Landeck; oo am 27.01.1708 in Winnweiler WEIDEMAN, Maria Katharina aus Imsbach. Trauzeuge am 09.04.1720 bei Wigand ALT, Schultheiß in Schweisweiler. 1720 Taufpate bei Susanna Margretha HAAG in Winnweiler. 1742 Taufpate bei Maria Margareta PLANTZ aus Lohnsfeld. 1717 Taufpate bei Maria Katharina REICHEL aus Imsbach. 1722 Taufpate bei Anna Katharina SCHMITT aus Winnweiler. 1735 Taufpate bei Maria Dorothea SCHORR aus Imsbach. 1742 Taufpate bei Maria Katharina SEEBERGER aus Imsbach.
FRENTZ (FRANTZ), Anton, Glaser, * um 1715 Avio in Benderland in Italien, oo am 13.01.1739 in Winnweiler Veronika PETSCH aus Lohnsfeld. Trauzeuge ist Bernhard PFEIFFER aus Tirol.
GRUBER, Afra, * um 1690 in Ehrwald in Tirol, T. v. Markus GRUBER, oo am 26.06.1713 in Winnweiler ANWANDER, Johannes, * um 1690 in Haslach im Allgäu, Pfa. Mittelberg.
HAAG ? (siehe Paten: DEMMERLE, HEIM, PFEIFFER).
HAGER ? (siehe Paten: HEIM, PFEIFFER).
HEIM, Anna Maria, * um 1710 Weiler im Herzogtum Bregenz, oo am 09.02.1733 in Höringen Christoph KIEFER.
HEIM, Franz Anton, * um 1710 Weiler im Herzogtum Bregenz. oo am 14.02.1736 in Winnweiler mit Maria Katharina FÖRSTER aus Winnweiler. 1742 Taufpate bei Johann Jakob GEBHARD in Winnweiler. 1735 in Potzbach Taufpate von Maria Agatha HERMANN. 1739 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Paul MATHIE mit Maria Katharina BÖHMER.
HEIM (HAIM), Ignaz, * um 1685 Obertrogen im Allgäu, S. v. Jakob HEIM, oo am 01.11.1722 in Winnweiler Anna Maria SCHMID/HEIM/WÖLFFLING aus Hochstein. Trauzeuge ist Johannes HEIM (* in Dresen).
HEIM (HAIM), Johannes, * um 1690 in Dresen bei
Bregenz, (1736 - 1741) Schultheiß in Höringen. oo am 26.11.1715 in Höringen Anna
Katharina WEBER. 1728 Trauzeuge bei Johannes BERSTLINGER (BÖRSLINGER) von
Marienthal. 1731 Trauzeuge bei Johannes ALT vom Molsbergerhof. 1731 Trauzeuge
bei Jakob BARRIER (BARIE) in Höringen. 1722 Taufpate bei Johannes ECKART in
Schweisweiler. 1728 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Christian FINCK mit Maria
Magdalena HARDEG (HART). 1719 Trauzeuge in Höringen bei oo von Johann Heinrich
FISCHER vom Messersbacherhof mit Anna Maria WEBER aus Höringen. 1721 Taufpate
bei Johann Peter FISCHER in Höringen. 1730 Taufpate bei Johannes GEBEL, *
Metallfabrik in Wattenheim. 1726 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Michael
GUTHI mit Anna Margaretha SCHORR. 1742 Taufpate bei Maria Margareta HAAG in
Winnweiler. 1721 Taufpate bei Johannes HAGER in Lohnsfeld. 1726 Taufpate bei
Johannes HAGER in Lohnsfeld.1736 Taufpate bei Johannes HEIM in Winnweiler (S. d.
Franz Anton HEIM). 1719 Trauzeuge in Höringen bei oo von Christian MAISCH mit
Maria Margaretha KÜHN. 1731 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Johann MARX mit
Maria Margaretha ZIMMERMANN. 1731 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Jakob MAUL
mit Maria Barbara SCHORR. 1728 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Januarius
MAYER mit Katharina NN/BÖHMER/MAYER.
1734 Trauzeuge in Höringen bei oo von Johann Jakob MAYER mit Anna Barbara BÖHM.
1725 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Johannes MELI mit Katharina WELLER. 1726
Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Peter OTTO mit Anna Maria MAISS. 1728
Taufpate bei Johannes SPANNER aus Falkenstein. Um 1700 Trauzeuge bei der oo von
Lorenz STEPHANI mit Maria Eva NN. 1728 Taufpate bei Johann Peter SUTOR von der
Neumühle bei Höringen. 1725 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Johann Peter
SUTOR mit Maria Katharina SPECHT. 1729 Trauzeuge bei der oo von Johann Theodor
WEGEL (WEGLE) mit Maria RAUTH. 1718 Taufpate bei Johann Josef WEGEL vom
Wäschbacherhof. 1742 Taufpate bei NN WIRTH aus Winnweiler. 1721 Trauzeuge in
Winnweiler bei oo von Matthäus WOHLSIEFFER mit Barbara ECKART. 1734 Trauzeuge in
Winnweiler bei oo von Jakob WÖLFFLING mit Anna SCHMID/HEIM/WÖLFFLING.
KAESS (KESS) ? (Taufpaten in der Familie: 1719 Johannes HEIM aus Dresen bei Bregenz, 1720 Matthias KOHLHUND aus Hortenhoffen im Allgäu, 1722 Elisabetha DEUER aus Bregeths bei Augsburg.)
KIEFER ? (Taufpaten: 1738 Franz Anton HEIM, 1741 Johannes HEIM).
KOFLER, Samuel, * um 1690 in Tirol. Tochter Anna Elisabetha KOFLER wird am 29.09.1718 in Winnweiler getauft. 1717 Taufpate bei Anna Katharina SCHILDHORN aus Alsenbrück.
KROLL (GROLL), Balthasar, * um 1680 Ried im Oberinntal (Laudegg, Nauders, Landeck), oo am 19.10.1705 in Winnweiler Maria Elisabetha UNVERRICHT aus Höringen.
MAYER (MEYER), Albin Velten, * um 1665 Rinnen bei Innsbruck, oo am 02.04.1705 in Winnweiler Margaretha NN/WEBER/MAYER.
PFEIFFER, Bernhard, * um 1695 in Tirol,
Riettergericht (Gericht Ried), S. v. Lorenz PFEIFFER und Maria, oo am 24.05.1718
in Winnweiler Maria Margretha NN. 1755
Taufpate bei Maria Barbara BAUMGARTNER vom Schmitterhof. 1733 Trauzeuge in
Lohnsfeld bei oo von Johann Peter BLANCK mit Elisabeth BROSCHAAR. 1734 Trauzeuge
in Winnweiler bei oo von Johann Valentin DOLL mit Maria Magdalena NN/WILDENBERGER/DOLL.
1729 Taufpate bei Johann Bernhard GUTHI in Schweisweiler. 1716 Taufpate bei
Johannes HAAG in Winnweiler. 1726 Taufpate bei Bernhard HAGER in Lohnsfeld. 1733
Taufpate bei Bernhard HAGER in Lohnsfeld. 1734 in Winnweiler Trauzeuge bei oo
von Johann Theodor JACOBI mit Anna Maria BÖHMER.
1741 Taufpate bei Maria Barbara LEMBACH aus Lohnsfeld. 1732 Trauzeuge in
Winnweiler bei oo von Johann Martin WEIS mit Anna Susanna SCHWOR. 1733 Trauzeuge
in Lohnsfeld bei oo von Johannes PFORD mit Maria Elisabetha FISCH. 1723 Taufpate
bei Maria Christina SCHINTZ aus Lohnsfeld. 1738 Taufpate bei Anna Sarah SCHIRCK
aus Lohnsfeld. 1739 Taufpate bei Anna Barbara SCHWAGER aus Lohnsfeld.
1742 Taufpate bei Maria Christina SPANNER aus Lohnsfeld. 1732 Taufpate bei Maria
Elisabetha WILDENBERGER aus Lohnsfeld. 1705 (kann das stimmen?) Trauzeuge in
Lohnsfeld bei der oo von Hubert ZEPP mit Anna Maria Katharina BARTH.
REICHEL ? (DEMMERLE ist Taufpate, REICHEL auf "Sickinger Höhe" ist aus Tirol).
SCHINTZ (SCHIENTZ, SCHINZ, SCHINS) ? (PFEIFFER und HAGER sind Taufpaten).
SCHNELLER (SCHNÖLLER), Christian, Maurermeister, Maurer, Zimmermann, * Elmen im Lechtal, get. 03.08.1681 in Elmen, oo am 30.01.1720 in Winnweiler Anna Magdalena FUCHS (FUß).
SCHULER, Christian, * um 1670 in Hägerau im Lechtal. † am 05.01.1740 in Imsweiler. oo mit Christina NN/SEEBERGER/SCHULTEIS.
SCHULER (SCHÜLLER), Jakob, * um 1700 in Hägerau im Lechtal, S. v. Christian SCHULER, oo am 15.01.1726 in Winnweiler Maria Elisabetha BEYERLE. 1728 in Winnweiler Trauzeuge bei oo von Johannes SCHEIDEL mit Anna Maria DIEL. 1734 Taufpate bei Johann Jakob WEIS aus Lohnsfeld.
SEEBERGER, Bartolomäus, * Zams ex monte, getauft Zams 10.08.1682, oo Winnweiler 18.01.1707 mit Christina STUMPF aus Marnheim. 1714 Trauzeuge in Winnweiler bei oo von Andreas SCHULTEIS mit Christina NN/SEEBERGER/SCHULTEIS.
SEEBERGER, Lorenz, Maurer, getauft Zams 10.08.1678, † Alsenbrück, begraben 21.02.1706.
SEEBERGER, Martin, Maurer, geboren um 1705 in Tirol, S. v. Johannes SEEBERGER und Gertrud in Tirol, oo Winnweiler 03.02.1733 mit Maria/Anna Margaretha DEMMERLE.
SPANNER ? (HEIM und PEIFFER sind Taufpaten).
Da das Kirchenbuch erst 1704 beginnt, bleibt offen, wieviele Einwanderer in der Zeit davor in die Pfarrei einwanderten. Es ist davon auszugehen, dass bei vielen Einwanderern, die schon lange in der Pfarrei lebten und besonders bei deren Kindern die ursprüngliche Herkunft nicht mehr genannt wird.
Herkunftsort nicht lokalisiert:
MELI, Johannes aus Gebingenen in Vitaberga.
Gozendorf in Österreich.
Das 2. KB von Winnweiler muss noch ausgewertet werden.
Werner Rasche schreibt in der "Ortsgeschichte von Winnweiler" Seite 225:
"Ergänzt hat sich die Potzbacher Einwohnerschaft nach dem 30jährigen Krieg
auch durch den Zuzug von Arbeitern aus dem Südtiroler Raum."
Einige Orte der Herrschaft:
Pirmasens, Fehrbach, Burgalben, Eppenbrunn, Lemberg, Trulben, Fischbach bei Dahn, Schweix, Vinningen, ....
RHEINPFALZ vom 14.01.2007: Südwestpfälzer Alpen
PFÄLZER GEOGRAFIE: Warum Pirmasens-Fehrbach im Volksmund auch "Tirol" genannt
wird:
Um 1700 hatte sich ein Trupp Maurer aus dem Pitz-
und Ötztal in Fehrbach niedergelassen.
Im 30-jährigen Krieg wurde Fehrbach völlig vernichtet. Über 20 Jahrelang regte
sich dort nach diesem Krieg nichts. Dann kamen um 1670 die ersten Einwanderer
aus Nordfrankreich, die eine weitere Ursache für die Zuwanderung der Tiroler
darstellen. Denn die aus der Picardie stammenden Landwirte - der Name Raquet im
heutigen Fehrbach stammt von dort - waren katholisch in einer ansonsten
protestantischen Gegend. Und als dann um 1700 der Landgraf in Pirmasens ein
Jagdschloss bauen wollte und man Tiroler Maurer und Zimmermänner anwarb, wurden
diese, ebenfalls katholisch, ganz einfach zu den Picarden gesteckt.
Da es in dem zerstörten Landstrich Arbeit ohne Ende für die Maurer gab, kamen weitere Jenneweins, Kehrers und Auers nach Fehrbach.
Anmerkung:
Im Internet gibt es abweichende Informationen zu der Einwanderung der Tiroler nach Fehrbach bezüglich ihrer Rolle und des Beginns der Einwanderung. Da ist noch weitere Forschung nötig.
- wird ergänzt
Einige Orte der Herrschaft:
Rodalben, Clausen, Leimen, Merzalben, Petersberg, Münchweiler a. d. Rodalb (östl. der Rodalb), Rhodt unter Rietburg.
- wird ergänzt
Einige Orte der Herrschaft, ohne das bis 1706 kurpfälzische Amt Bolanden:
Kirchheimbolanden, Stauf (Eisenberg), Albisheim, Eisenberg, Göllheim, Dannenfels, Ramsen, Alsenz, Kerzenheim, Sippersfeld, ...
Kuby und Kimmel nennen in ihrem Büchlein [28] einige Einwanderer:
FROMM in Göllheim.
GRINDEL (GRÜNDLER), Blasius, 1698 in Kirchheimbolanden.
KORTZ, Genuinus, 1700 Taufpate in Kirchheimbolanden.
LELEUTER (LEHLEITNER?) in Einselthum (Kurpfalz?)
PFEIFFER in Kerzenheim.
PISTOR in Kirchheimbolanden.
ZÄNGERLE, Thomas aus Serfaus, 1698 in Kirchheimbolanden.
- wird ergänzt
Die Orte der Herrschaft:
Bolanden, Dreisen, Hahnweiler, Marnheim, Standenbühl und teilweise Weitersweiler.
Kuby und Kimmel nennen in ihrem Büchlein [28] einige Tiroler:
BRÜCKNER, Peter, Soldat aus Meran, ledig. Am 01.11.1713 wird in Münster-Dreisen sein unehelicher Sohn Andreas geboren.
ELSSESSOHN, Cletus, 1686 Maurermeister in Bolanden. Vermutlich aus Tirol, dort gibt es in Blumenegg bei Landeck/Tirol den Namen ELSESON.
HUBER, Martin, S. d. † Paul Huber aus "Barbey"/Tirol, oo Marnheim 01.06.1687 Gertraudt MIEß.
WAFFNER (WOPFFNER), Genon, 1673 in Hahnweiler, Taglöhner aus Tirol, oo Marnheim 14.11.1671 Sibilla DE CORT.
Einige Orte der Herrschaft (ohne die Orte auf der Sickinger Höhe):
Hardenburg, Bad Dürkheim, Vorderweidenthal, Hofstätten (Wilgartswiesen), Erpolzheim, Großbockenheim (Bockenheim), Kallstadt, Kleinkarlbach, Oberschlettenbach, Ungstein, Waldleiningen, Weisenheim am Berg, ....
- wird ergänzt
Einige Orte der Herrschaft:
Diedesfeld, Deidesheim, Dudenhofen, Freimersheim, Hambach a. d. Weinstraße, Hayn, Herxheim bei Landau, Kirrweiler, Ranschbach, ...
Tiroler im Orstfamilienbuch Hayna (Mitteilung von Herrn Klaus Hirsch im März 2012):
PFEFFER, Matthäus, Maurer, geboren in Tirol um 1690, oo Hayna 24.05.1717 Anna Klara KNOLL.
SAUERWEIN, Hanß, geboren vor 1682, ohne Herkunftsangabe, oo Anna Maria WINGERTER.
SAUERWEIN (SAURWEIN), Johann, Schreiner, geboren in Tirol um 1680, oo Hayna 09.11.1701 Anna Maria Barbara NUNNENMANN.
- wird ergänzt
Speyer wurde 1689 durch die Franzosen zerstört und die Einwohner wurden für ein Jahrzehnt vertrieben. Erst ab 1698 erfolgte die Wiederbesiedlung mit einem größeren Einwanderungsstoß mit über 60 Zuwanderern.
Günther Groh und Wolfgang Hartwich kommen im Textband I zum Pfalzatlas [31] auf Seite 446 zu dem Ergebnis:
"Von einer verstärkten Einwanderung aus dem Alpengebiet war in Speyer nichts zu bemerken."
- wird ergänzt
Ernst Drumm, "Die Einwanderung Tiroler Bauhandwerker in das linke Rheingebiet 1660 - 1730", Zweibrücken 1950:
Die Veröffentlichung von Drumm ist die erste ihrer Art zu der Einwanderung aus Tirol. Der Text ist nach Ansicht des Verfassers mit einer gewissen Vorsicht zu verwenden. Drumm stellt die Einwanderung aus Tirol als fast ausschließliche Einwanderung von Bauhandwerkern dar. Seine Schlüsse zieht er aus einer Menge von 247 Personen, deren Herkunft aus Tirol er als "einwandfrei nachweisbar" sieht. Diese Tiroler kamen jedoch in das "linke Rheingebiet", so dass der Anteil der erfassten Tiroler, die in die Pfalz kamen, deutlich kleiner ist. Allerdings scheint die Erfassung von Tirolern sehr unvollständig und auf bestimmte Orte begrenzt zu sein und damit könnte ein falsches Bild entstehen. Die bisherige Auswertung zeigt jedoch auf, dass im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen schon vor 1700 eine nennenswerte Anzahl von Tirolern zu beachten sind:
BECHLER, 1670 in Kindenheim (1650 zu Leiningen-Dagsburg-Falkenburg gehörend)
BRAUNECKER, 1692 in Landau
EBERHARD, 1697 in Landau
GUTENSOHN, 1664 in Herrensulzbach (1650 den Wild- und Rheingrafen gehörend)
KALB, 1664 in Landau
KLING, Sebastian, aus Kitzbühl in Tirol, oo am 25.01.1659 in Kallstadt (1650 zu Leiningen-Hardenburg gehörend)
LERCHMÜLLER, 1690 in Landau
MALING, † 1694 in Landau
NEUREITER, oo 1697 in Landau
SCHISLING, oo 1689 in Landau
SCHROTZ, oo 1671 in Landau
SCHROZ, oo 1691 in Landau
STROßE, oo 1697 in Landau
WERNER, oo 1692 in Landau
ZANGER, oo 1695 in Landau
Landau wurde 1679 durch die Franzosen besetzt. Bis dahin war der Anteil von Einwanderern aus Tirol und Vorarlberg gering. Durch ihre katholische Religion konnten sie keine Bürger werden. Durch die Franzosen wurden die Katholiken bevorzugt. Durch den Festungsbau stieg der Bedarf an Maurern, Steinhauern und Zimmerleuten kräftig an und führte zu einer sprunghaften Erhöhung der Einwanderung aus Österreich [2].
...
Roman Spiss "Stanzertaler in der Fremde":
GEIGER, Johannes, von Strengen, niedergelassen in Alsenz 1709.
LENTSCH, Bartholomäus, geb. 1686 in Pettneu, 1720 Zimmermeister in der Stadt "Ober Khrumppach", Bistum Speyer.
LENTSCH, Laurentius, geb. 1672 in St. Jakob, 1719 Zimmermeister in der Stadt "Ober Khrumppach", Bistum Speyer.
LENTSCH, Roman, von Pettneu, 1712 gestorben in "Detlelheim", Bistum Speyer.
PARFUEß, Mathäus, von Strengen, niedergelassen in Kirchheim (an der Eck), Grafschaft Leiningen-Westerburg 1699.
SCHMIDT, Michael, geb. 1688 in Pettnau, will sich 1718 in Ketsch, Bistum Speyer, verh. und häusl. niederlassen.
TANGL, Mathias, von Wenns/Flirsch, niedergelassen zu Neustadt an der Weinstraße 1712.
WEIßENBACH, Anton, geb. um 1700 in St. Jakob, Maurergeselle in Zweibrücken, oo 1725 in Homburg Maria Elisabeth JAMINET. Die Brüder Andreas und Leopold WEIßENBACH sind Trauzeugen und wohl auch in der Fremde geblieben.
WEIßKOPF, Silvester, geb. 1664 in Pettnau, 1701 in Speyer verehelicht und niedergelassen.
WILLE, Peter, geb. 1683 in St. Jakob, 1722 niedergelassen in "Unter Kranpach" im Bistum Speyer.
ZANGERLE, Christian, geb. 1685 in Flirsch, gestorben 5.5.1709 in der Pfalz.
...
Hans Thöni "St. Anton am Arlberg"
KLIMMER, Andreas, geb. 1714 in St. Jakob, oo am 27.01.1743 in Queidersbach Maria Magdalena ENGSTLER, due wohl auch aus einer Einwandererfamilie stammt. Aus der KLIMMER-Sippe gibt es wohl noch mehr Einwanderer und auch schon viel früher ohne dass die Zielorte belegt sind..
RIEZLER, Udalricus, geb. 1694 von St. Anton, Im Brunnen. Ulrich zog ins Saarland (richtig wäre wohl die Pfalz), er verheiratete sich am 7.1.1727 in Landstuhl mit Eva Bundtrück aus dem Kreis Saarbrücken. Ulrich Riezlers Name ist in Landstuhl "Retzler" geschrieben worden. Schon sein Vater (geb. 1664) war im Ausland, der Sterbeort ist unbekannt.
SCHWARZHANS, Konrad, geb. 1668 aus St. Anton. Er ging zur Arbeit in die Pfalz. Im Herbst 1702 brachte er seine Braut Katharina MAYRIN von Unter-Hambach mit nach Hause. Am 9. Jänner 1703 schritt das Brautpaar in St. Jakob zum Traualtar.
Mitteilungen anderer Familienforscher:
MARLIN (auch MERLIN, MÖHRLEIN), Ulrich, geb. ca. 1700 in St. Anton in Tirol, † 10.05.1752 in Schönenberg.
MORITZ, Andreas, geb. 28.09.1678
in St. Anton (Bludenz) nahe bei Vaduz/Liechtenstein, † 08.09.1765
in Kübelberg. Er hatte 3 Brüder (Martin, Christian und Franz), die ebenfalls in
die Westpfalz auswanderten.
Martin MORITZ, geb. 17.10.1677 in St. Anton/Montafon, wird 1701 in Reuschbach
als Taufpate genannt.
Christian MORITZ, geb. 11.11.1682 in St. Anton/Montafon, wird 1706 als
Taufpate in Reuschbach genannt. Er stirbt 1726 in Steinbach (kath. KB
Glan-Münchweiler).
Franz MORITZ, Maurer, geb. 15.10.1687 in St. Anton/Montafon, stirbt 1726 in
Dittweiler.
PUHL, Anna Martina , geb. ca. 1675 in Tirol, oo vor 1700 mit Carl Krupp (wahrscheinlich aus Reuschbach).
STOLZ, Erasmus, geb. 31.5.1681 in Maurn, Ortsteil von Steinach, bei Innsbruck, 1703/04 nach Frankenstein ausgewandert, oo 1.6.1704 in Lambrecht Anna Barbara Bamßen, Witwe von Mathias Weinzer. Wohnte in Frankenstein und ab ca 1717 in Hassel bei St. Ingbert, wo er 1743 starb. (Mitteilung von Hansi Stolz, Heckendalheim).
Markus Bauer in "Von den Alpen in den Westrich"
Tiroler als Neusiedler im Gericht Kübelberg im 18. Jahrhundert
(ergänzt anhand des 1. kath. KB von Kübelberg und der Forschung von Michael Barziniank)
AMANN, Christian, Maurer, aus Tirol, starb in Schmittweiler am 16.5.1721. Mindestens seit 1700 in Schmittweiler.
BLÖTSCH, Caspar, ein junger Tiroler Maurer, starb am 29.10.1721 in Schönenberg..
DANE, Johannes Georg, aus Schwaz in Tirol starb im Alter von etwa 20 Jahren am 29.10.1743 in Brücken.
DUMBLER, Balthasar aus Latsch in Tirol, "praetoriae Montensis" (Latsch im Vinschgau, Südtirol) heiratete am 28.1.1715 in Kübelberg SCHEFFER Anna Barbara. Das Ehepaar blieb aber nicht in Kübelberg.
IHLI (IHLS), Martin, aus Kappl im Patznauntal/Tirol. Er heiratete am 14.9.1718 in Ramstein und wohnte dann in Brücken und Gries.
JUNG, Johannes aus "Fondantz in Tyrol" starb am 7.9.1715 in Kübelberg.
JUNG, Joseph, (Sohn von Johannes JUNG) aus "Fondantz in Tyrol", heute Vandans im Montafon/Vorarlberg, heiratete am 22.10.1715 in Kübelberg MÜLLER Anna Barbara von der Mohrmühle bei Waldmohr.
MARLIN, Christian, Maurer, Sohn von Anton MARLIN und Christina aus St. Anton/Tirol heiratete am 18.10.1718 in Kübelberg Catharina MERCK aus Schönenberg..
MARLIN (KB-Register: MÖHRLIN), Ulrich, lediger Maurer aus Tirol, heiratete am 24.9.1726 in Kübelberg Magdalena Elisabetha MÜLLER und wurde in Schönenberg sesshaft.
MARTH, Johannes, ein lediger Tiroler Maurer, heiratete 11.01.1727 in Brücken (lt. KB-Register Kübelberg wohl in Kübelberg) Anna Katharina BORNTRÄGER. Er wurde in (Nieder-) Ohmbach ansässig.
MORITZ, Franz, aus St. Anton bei Bludenz in Tirol ist erstmals 1712 bei einer Taufe in Brücken nachgewiesen. Er heiratete in Kübelberg am 19.11.1715 Maria Elisabetha ORPHEY.
MORITZ, Andreas, Maurer, aus St. Anton bei Bludenz in Tirol heiratete 10.01.1708 in Kübelberg Anna Elisabetha HEUSLER und wurde in Sand sesshaft.
NEYER (NEUER), Franz, aus Bartholomäberg im Montafon, hat am 6.1.1704 eine Kindtaufe. 1704 in Börsborn. Danach wohnte er in Dunzweiler.
RANKER (auch RANCKER, RANGGER), Bartholomäus, ein
"Zimmermann aus Tirol" (so bei Heirat ohne weitere Herkunftsangabe), heiratete
in Bruchmühlbach am 05.05.1716 Maria Magdalena SCHMITT aus Bruchmühlbach und
wurde in Bruchmühlbach sesshaft. Er stammte aus der Pfarrei Axams, westlich von Innsbruck und wurde dort am
24.08.1684
getauft (Forschung Klemenz Ranker). Gemäß Forschung von Michael Barziniank wurde
er in Götznerberg bei Axams als Sohn von Bartholomäus RANGGER und Maria SINGER
geboren.
Siehe auch Pathel RANCKER im KB Landstuhl.
RANKER (auch RANCKER, RANGGER), Peter, 1715 in Schmittweiler (bei Kübelberg). Peter RANGGER, ein "Zimmermann aus Tirol" (so bei Heirat ohne weitere Herkunftsangabe), heiratete in Kübelberg am 20.11.1708 Anna Barbara MÜLLER aus Schmittweiler und wurde in Schmittweiler sesshaft. † 04.01.1743 in Schmittweiler. Er war zwischen 1730 und 1740 Gerichtsschöffe im Gericht Kübelberg. Er stammte aus der Pfarrei Axams, etwa 20 km westlich von Innsbruck und wurde dort am 13.02.1680 getauft (Forschung Klemenz Ranker). Gemäß Forschung von Michael Barziniank wurde er in Götznerberg bei Axams als Sohn von Bartholomäus RANGGER und Maria SINGER geboren.
SCHNEIDER, Johannes, Sohn von Elias SCHNEIDER und Rosina SCHMITT aus Tirol, heiratete 1766 in Brücken.
SCHUCK, Matthias, ein lediger Tiroler Maurer, heiratete 11.01.1727 in Brücken (lt. KB-Register Kübelberg wohl in Kübelberg) Anna Elisabetha HEUSLER.
Bauer, Markus in "Von den Alpen ins Kuseler Land."
Westrichkalender Kusel 2012, Seite 124 - 130.
Weitere Namen (in Bezug auf den Beitrag für das Gericht Kübelberg), mit kleinen Ergänzungen aus anderen Quellen:
BISCHLAGER, Michael, Allgäuer Maurer (oder Tiroler ?, siehe BUSCHLÄGER), 1693 in Kollweiler. 1698 in Neunkirchen.
BISCHLAGER, Matthias, Allgäuer Maurer, 1711 in Matzenbach.
BUSCHLÄGER, Michael, Tiroler Bauhandwerker, 1699 an der luth. Kirche in Neunkirchen am Potzberg.
DONAUER, Johannes Martin, oo am 24.10.1713 in Hinzweiler Anna Elisabetha SCHMIDT aus Eßweiler.
GESCHWEND, Martin, Maurer und Steinhauermeister, geboren im Allgäu, im Augsburger Bistum, 1756 in Paulengrund bei Brücken wohnhaft.
GUTENSOHN, Hans, 1680 Tiroler Bauhandwerker am ehemaligen Kloster Offenbach.
GUTENSOHN, Johann, aus Tirol, oo am 04.10.1664 in Herrensulzbach Katharina ECKER aus Kirrweiler.
JAN, Thomas, 1673 Tiroler Bauhandwerker am Schloss Petersheim.
KOCH, Johannes, Tiroler Bauhandwerker, 1713 - 1715 Stadtkirche Kusel. 1737 Flurskapelle Ulmet.
KRÄHER, Johannes, aus Feldkirch in Tirol, oo 1699 in Kusel.
LEIBRECHT, Simon, 1662 Tiroler Bauhandwerker am Schloss Petersheim.
LEONHARD, Georg, Tiroler Bauhandwerker, 1702 - 1706 an der kath. Pfarrkirche Kübelberg. Er stammt aus dem Tannheimer Tal und oo 1684 in Homburg/Saar, wo er dann auch wohnte.
LOOS, Christoph, 1659 Tiroler Bauhandwerker am Schloss Petersheim.
MALL, Benedikt, aus Vorarlberg, 1724 in Steinbach.
MORITZ, Jost, 1673 Tiroler Bauhandwerker am Schloss Petersheim und 1686 an der ref. Pfarrkirche in Waldmohr.
MORITZ, Christian, aus Vorarlberg, 1710 in Steinbach.
NEYER (NEUER), Johannes, Maurer, aus Vorarlberg, oo 1728 in Kübelberg. [NEUER aus Vandanz, 1734 auch in Scheibenhard im Elsass].
SCHNECKENBERGER, Johannes, Allgäuer Maurer, 1688 in Kollweiler.
SCHRECK, Johannes, Allgäuer Maurer (oder Tiroler ?), Maurerfamilie in Neunkirchen am Potzberg. 1721 in Neunkirchen.
SCHRECK, Martin, Allgäuer Maurer (oder Tiroler ?), Maurerfamilie in Neunkirchen am Potzberg. 1714 in Neunkirchen.
SCHRÖCK (SCHRECK), Josef, Tiroler Bauhandwerker, 1727 an der luth. Kirche in Neunkirchen am Potzberg. 1723 in Neunkirchen.
SCHUCK, Johannes, Maurer, S. von Matthias SCHUCK aus Tirol, * 1734 in Brücken und wohnhaft in Brücken.
VENIER, Christian, 1696 Tiroler Maurermeister am Schloss Petersheim.
VON EHR (VENIR, PHANIR, PHANNIR), Franz, Maurer aus Vorarlberg, 1695 in Reuschbach, 1704 in Hüffler, 1714 Taufpate von Nikolaus WEIDINGER.
WACHTER, Thomas, aus Vorarlberg, 1705 in Breitenbach.
WEYÄCKER, Stefan, aus Brunneck in Tirol, oo am 02.11.1700 mit der ref. Susanna BINCKLE.
WOLF, Hans Franz, aus Tirol, oo am 14.04.1659 in Ulmet.
WOLFF, Peter, "auß dem Gericht zu Landeck zu Flür in Tyrol gelegen", oo am 11.02.1662 in Ulmet Anna Margaretha KORB aus Rammelsbach.
Kath. KB Kübelberg:
MÜLLER, Jacobus, murarius, oriundus ex Tirolia in vico Danheim (aus Tirol, dem Dorf Danheim stammend), oo in Kübelberg am 20.09.1779 Elisabetha RÖSER aus Elschbach.
Das KB von Kübelberg muss weiter ausgewertet werden.
Herrschaft der Freiherren von Dalberg:
Zu der Herrschaft gehörten Esthal, Erfensteinerhof (Esthal) und Essingen.
Bernhard Ullrich "Ortsfremde im katholischen
Kirchenbuch Esthal 1713 - 1798",
Pfälz.-Rhein. Familienkunde, Band XV, S. 65:
Nur Tiroler mit Nennung vor 1750 hier aufgeführt.
BÜCHEL, Matthias, ledig, aus Tirol, 27.10.1720 Pate bei Maria Margaretha STRUBEL in Esthal.
DAUME / DAUMEN , Johannes Philipp, aus "Engelsee" oder "Egelsee" in Österreich, S. v. Johannes Philipp DAUMEN, oo 4.2.1749 Elisabeth N., Witwe von Johannes Georg GILLIUS. Er lebte schon seit 20 Jahren, seit seiner Kindheit in Elmstein.
GRANBETTER / GRANBÄTTER, Thomas, aus "Fiecht" in Tirol, S. v. Balthasar GRANBETTER und Lucia, oo 3.2.1715 in Weidenthal Maria Magdalena N., reformiert, Witwe von Leonhard BAUMANN, Bürger zu Weidenthal. 18.11.1714 als Maurergeselle Pate in Weidenthal. Anmerkung 1714: Er wurde seßhaft.
HINTERHOLTZ, Sebastian, Witwer aus Mühl/Tirol oo 28.04.1739 Dorothea KOHLER.
OCHER. Johannes Georg, ledig, aus Tirol, 29.06.1717 Pate bei Johannes Georg KÄMLEIN und 22.07.1718 bei Anna Maria Christina STRUBEL.
SUGLER (oder SIEGLER, INGLER), Sebastian, aus Tirol, † 23.04.1746 im Elmsteiner Wald durch einen Baumstamm erschlagen.
...
Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard im Juli 2011:
Andreas LIEBHAT (Nachkommen schreiben sich LIEBHARD), Zimmermann, Sohn von Christian LEOBA(RT), Bürger zu Dantz? in der Grafschaft Tirol (sehr wahrscheinlich Vandans im Montafon)
oo Bergzabern 11.10.1703 (kath. KB Bergzabern)
Anna Catharina, T. v. Sebastian WEBER, Bürger und Küfer in Bergzabern.
Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard im Januar 2012:
Catharina NEUER, T. v. Joseph NEUER, † Bürger von Vandans und Anna geb. DORRI (DURIG),
oo Scheibenhard im Elsass 26.01.1734
Johannes Ernst GINCKELIN, S. v. Johannes GINCKELIN und Anna Barbara, geboren von Winzenbach.
Trauzeugen: Andreas LEIBARD sen., Andreas LEIBARD jun. und Johannes Georg KLUGHAMMER.
Anna DURIG (oo Tschagguns 22.01.1696 mit Joseph NEUER) ist zwischen 1709 und 1716 bei Andreas LIEPART und Eva MORITZIN zusammen mit Clemens LIPART Taufpatin.
Mit Catharina NEUER kamen aus Vandans die Brüder Ferdinand NEYER [fälschlich HEIGER] († Scheibenhard 1737), Joseph NEUER († Scheibenhard 1738, 36 J. alt), Franz NEYER († Scheibenhard 1739).
NEUER und MORITZ: Gibt es eine Verbindung zu NEUER und MORITZ in Kübelberg?
Walter Petto, "Wanderungen aus Tirol und Vorarlberg in das Saarland", Saarbrücken 2000:
S. 32: "Während der Dreißigjährige Krieg nur die äußerste Nordgrenze Tirols berührt, leidet Vorarlberg unter den Schweden, die unter Wrangel 1647 Bregenz erobern und ausplündern. Fortan geben die Alpenländer aufgrund der Güterzersplitterung, des Geburtenüberschusses und der damit verbundenen Notlage einen Teil der Bevölkerung durch Auswanderung in die durch den langen Krieg menschenentleerten Gegenden Deutschlands und seiner westlichen Nachbarländer ab."
S. 59: "Nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges setzt, zunächst zögernd, ab 1680 verstärkt, eine Zuwanderung von Menschen aus dem Gebiet des heutigen westlichen Österreich in das Saarland ein. Sie erreicht in den Jahren 1710 bis 1750 ihren Höhepunkt und klingt bis zum Ende des Jahrhunderts fast völlig ab."
Walter Petto, "Ein Einwanderung aus Tirol und Vorarlberg in die Saargegend", Saarbrücken 1976:
S. 14: "Die ersten drei Jahrzehnte nach dem Dreißigjährigen Krieg kennen nur spärliche Zuwanderungsraten. In den Jahren 1680 bis 1690 steigen die Zahlen sprunghaft an. Dies mag mit der von König Ludwig XIV. betriebenen Konfessions- und Siedlungspolitik in den von Frankreich reunierten linksrheinischen Gebieten zusammenhängen. Katholische Religionsausübung wird ab 1680 auch in fast allen protestantischen Territorien möglich, und die Einwanderung von katholischen Siedlungswilligen wird in den Reunionsgebieten von staatswegen gefördert."
Zu ergänzen.
Siehe dazu Literatur [19].
In Michelstadt im Odenwald gibt es gemäß Mitteilung von Frau Heidi Banse einige Tiroler:
DIESTENBRON, Nicolas, Maurer, aus Tirol. oo vor 1699. 1699 Geburt und Taufe der Tochter Anna Catharina in Steinbuch im Odenwaldkreis.
DISCHLER, Johannes, Maurer, aus Tirol, 1699 Taufe der Tochter Anna Catharina in Steinbuch.
HANCK, Simon, Bergknappe, aus Schwartz in Tirol, oo 1667 in Hammer-Michelstadt Maria Bringardar aus Keisselsheim im Bayernland.
HINTERKIRCHER, Joachim, Kohlmesser auf der Schmelz, aus Tirol, † 1695 in Hammer-Michelstadt.
LEININGER, Caspar, Zimmermann, aus "Witschney in Tirol". 1694 ist die Tochter Anna Maria Patin.
MITTER, Gregori, Holzhauer, aus Tirol, † 1692 in Hammer-Michelstadt.
NEUSCHWETZER, Veit, Bergknappe, aus Tirol. oo II 1670 in Hammer-Michelstadt Maria Magdalena ROTZBECK.
OBERMEYER, Hans, Kohlmesser auf dem Hammer, aus Tirol. 1674 Sohn Hans Martin geboren.
PESTNER, Anna Barbara, aus Tirol, T. v. Georg PESTNER, oo 1722 in Ober-Mossau den Kohlbrenner Johann Peter SCHWEITZER.
SATTLER, Barthel, aus Tirol, oo 1687 Barbara N.N.. 1687 Geburt der Tochter Anna Barbara in Hammer-Michelstadt.
SICH, Barthel, aus Tirol, oo vor 1689. 1689 Geburt der Tochter Anna Maria in Zell im Odenwaldkreis, Taufe in Hammer-Michelstadt.
STEINLEHNER, Marcus, Holzhacker, aus Tirol. oo 1711 in Weiten-Gesäß im Odenwaldkreis Anna Margaretha IHRIG.
WAGLÄUTNER, Jacob, Fuhrknecht, aus Tirol, † 1687 in Hammer-Michelstadt.
Zu ergänzen für andere Orte des Odenwalds.
FB Fürth auswerten!
Wirtschaftliche Gründe werden oft als Grund für die Auswanderung aus Tirol genannt.
Dies muss noch näher untersucht
werden. Siehe z.B. bei Petto und das Thema Klimawandel.
Tannheim (Alfons Kleiner, "Das Tannheimer Tal", Berwang 1988):
1621 Im Tannheimer Tal herrscht eine derartige Hungersnot, daß eine Maus mit einem Kronentaler bezahlt wird und viele Menschen verhungern, "das Gras zwischen den Zähnen".
Stanzertal (Roman Spiss, "Saisonwanderer, Schwabenkinder und Landfahrer", Innsbruck 1993):
Die Naturlandschaft des Stanzertales hat dem wirtschaftenden Menschen von Bau und Oberflächenformen her enge Grenzen gesetzt. Das Hochgebirgstal bietet nur wenig Möglichkeiten für eine intensive Bewirtschaftung.
Es gibt im Stanzertal wie in ganz Tirol kaum abbauwürdige Bodenschätze. Es gilt die alte Erfahrung: "Tirol ist reich an armen Lagerstätten".
Die durch das ständige Fortschreiten der Güterteilung entstandenen Zwergbetriebe waren im Lauf der Zeit nicht mehr in der Lage, eine Familie selbst bei nur bescheidensten Ansprüchen zu ernähren.
"1571,
Feststellung der Innsbrucker Regierung: Viele Güter seien so
zerstückelt, daß keine Familie darauf ausreichenden Unterhalt
fände."
"Ein besonders eindrucksvolles Beispiel, wie weit die
Güterteilung vor sich gegangen ist, befand sich in Grins, wo das
Wohnhaus Nr. 4 auf sieben Familien aufgeteilt war."
"In den Massenwanderungen nach dem Westfälischen Frieden (1648) haben wir somit die Entladung eines lange angestauten Potentials zu sehen."
(( Ist der Festungsbau in Homburg, Landau usw. ein wirtschaftlicher Grund? Arbeit beim Festungsbau! ))
.....
Wird ergänzt.
Der Zusammenhang mit dem Klimawandel ist zu beachten.
Wird ergänzt.
Roman Spiss schreibt, "daß sich
staatliche Eingriffe in die Auswanderung eher in Grenzen hielten,
zumal keine gleichwertigen Alternativen angeboten werden konnten.
Das völlig sinnwidrige und realitätsfremde Auswanderungsverbot
vom 17.12.1649 mußte bereits am 14.3.1650 wieder zurückgenommen
werden. Bezeichnend ist, daß man in erster Linie den Verlust an
Volksvermögen, Vieh und häuslicher Habe befürchtete und den
Auswandererstrom auf österreichische Gebiete umzulenken
versuchte".
.....
Die Auswanderung aus Tirol erfolgte sicher nicht aus religiösen Gründen. Konfessionelle Überlegungen haben bei der Wahl der Arbeitsorte jedoch eine wesentliche Rolle gespielt. Bevorzugte Ziele waren gemäß Roman Spiss katholische Gebiete wie die alte "Pfaffengasse" an Main und Rhein sowie im Saarland, Lothringen und Elsass (wobei Spiss die Pfalz nicht extra erwähnt).
.....
Wird ergänzt.
Die bisher in der Literatur überwiegend gemachte Feststellung, dass in Tirol zwischen 1650 und 1700 eine Überbevölkerung vorhanden und der primäre Anlass zur Auswanderung war, muss kritisch überprüft werden. Pest und Seuchen, Naturkatastrophen und - in geringerem Maß als in anderen Regionen Österreichs - auch die konfessionelle Migration führten immer wieder zu Bevölkerungsverlusten. Nachfolgend einige Quellen zu dieser Thematik:
Tannheim (Alfons Kleiner, "Das Tannheimer Tal", Berwang 1988):
1635 Von Soldaten wird die Pest eingeschleppt. Ein unvorstellbares Sterben entvölkert das Tal. Mindestens zwei Drittel der Einwohner fallen der Seuche zum Opfer. Im Weiler Lumberg bleibt nur ein einziger Bewohner am Leben.
Eine
Überbevölkerung in diesem Tal ist zwanzig Jahre später schwer
vorstellbar.
Stanzertal (Roman Spiss, "Saisonwanderer, Schwabenkinder und Landfahrer", Innsbruck 1993):
Trotz sehr ungünstiger Lebensumstände kam es seit dem späten Mittelalter zu einer starken Vermehrung der Bevölkerung im Zeitraum zwischen 1427 und 1754 annähernd um das Dreifache. Die Grenze der Tragfähigkeit wurde dabei deutlich überschritten.
"Für das Stanzertal ist die Pest in den Jahren 1634 - 1636 nachgewiesen."
"Im westlichen Tirol war es im Mittelalter zu einer weitgehenden Teilung der Urhöfe gekommen. In der Folge nahm die Bevölkerung bedeutend rascher zu als das nutzbare Land, sodaß im 16. Jahrhundert das Oberinntal und der Vinschgau stark übervölkert waren."
Vorarlberger Chronik (Internet, April 2012):
1601-1606: Die Pest fordert in Götzis zahlreiche Todesopfer.
1607: Die Pest fordert in Hohenems 100 Tote.
1613: Die Pest fordert im Montafon - allein in Vandans sterben etwa hundert Menschen an dieser Krankheit - und im Bregenzerwald, wo Bezau besonders betroffen ist, zahlreiche Todesopfer.
1628-1630: Mehrere Pestzüge fordern in Bregenz (30 Todesopfer), Dornbirn (820 Tote/ 40 Tote), Lauterach (55 Tote), Lustenau, Götzis, Altenstadt (100 Tote), Tosters, Feldkirch (175 Tote), Frastanz (100 Tote), Bludenz, Nenzing und im Montafon (100 Tote) zahlreiche Opfer.
1629/30: Nach heftigen Pestepidemien wird in Bildstein eine Marienwallfahrt eingerichtet.
1635/36: Die Pest fordert in Bregenz und Hörbranz (181 Tote), Lauterach (223 Tote), Bezau, Mellau (185 Tote), Egg (250 Tote), Lingenau, Lustenau, Dornbirn, Feldkirch (400 Tote), Frastanz, Ludesch und Lech erneut zahlreiche Opfer.
Um 1660: Nach einer überstandenen Pestepidemie wird in Bezau eine St.-Sebastians-Kapelle errichtet. Sie wird zu einer Wallfahrtsstätte.
Informationen von anderen Familienforschern zur Pest:
Feldkirch ab 1629, 70 % Verluste.
Schruns 1591 und 1629.
Goisern 1649/50.
Südtirol 1634.
Praden ab 1627.
Graubünden 1629.
Wird ergänzt.
Der Zusammenhang mit dem Klimawandel und der reduzierten Siedlungsfläche ist zu beachten!
Die Erforschung der Gletscherstände im Alpenraum sowie die Erforschung der Zusammenhänge von Gletscherständen und Klimawandel führen zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel in Tirol während der "Kleinen Eiszeit" eine ganz erhebliche, bisher nicht ausreichend gewürdigte Bedeutung bei der Auswanderung von Tirolern spielt.
Frau Dr. Stefanie Müller hat in ihrer Magisterarbeit und Dissertation im Martelltal in Südtirol für die Zeit um 1680 eine maximale Gletscherausdehnung nachgewiesen.
Quelle:
Müller, Stefanie: Gletscherstände und Klimawandel im Hinteren Martelltal, Südtirol. Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2006.
Die maximale Gletscherausdehnung um 1680 in Südtirol, die sehr wahrscheinlich auch für Tirol zutrifft (siehe dazu viele Beispiele in [17], z. B. der Gepatschferner mit seinem 1680er-Vorstoß), passt hervorragend dazu, dass zwischen 1645 und 1715 eine Periode stark verringerter Sonnenfleckenaktivität zu verzeichnen ist, die als Maunderminimum bezeichnet wird.
Dazu ergänzend in Wikipedia:
Das Maunderminimum ist nach dem englischen Astronom Edward Walter Maunder
benannt, der die geringe Anzahl der Sonnenflecken jener Periode im Nachhinein
erkannte. Sonnenflecken waren erst kurz vor dem Maunderminimum erstmals
systematisch beobachtet worden, so dass zu jener Zeit noch keine Erwartungen
bezüglich ihrer Häufigkeit gemacht werden konnten; nur im Nachhinein ließ sich
erkennen, dass der Zustand seit 1715 sich signifikant von dem zwischen 1645 und
1715 unterscheidet.
Das Maunderminimum fiel mit den kältesten Jahren der Kleinen Eiszeit
zusammen, während der in Europa, Nordamerika und China viele sehr kalte Winter
auftraten. Aufzeichnungen aus anderen Teilen der Welt sind leider nicht
detailliert genug, um diese Aussage zu verallgemeinern.
Es wird vermutet, dass eine kurzzeitige Expansion der Sonne mit einer
gleichzeitigen Verlangsamung ihrer Rotation das Maunderminimum verursacht habe.
Diese Annahme stützt sich allerdings auf keine Sonnenbeobachtungen.
Ob es eine kausale Ursache zwischen der Sonnenaktivität und dem Erdklima gibt
wird von Wissenschaftlern unterschiedlich bewertet. Die Frage ist, ob die
geringen Änderungen (vermutlich 0,15–0,4 %) der Sonnenaktivität ausreichen, die
Klimaveränderungen zu erklären. Insbesondere in der politischen
Auseinandersetzung um die Frage der menschenverursachten globalen Erwärmung
durch Treibhausgase (Kohlendioxid, Methan u. a.) hat diese unterschiedliche
Bewertung weit reichende Bedeutung.
Mauelshagen, Franz: Klimageschichte der Neuzeit 1500 - 1900. WBG 2010:
Auszüge aus diesem Buch:
1939: F. Matthes prägt den Begriff "little ice age".
1955: G. Utterström löst Debatte über wirtschaftliche Folgen des Klimawandels im 16./17. Jh. aus.
Die Dekade zwischen 1691 und 1700 gehört zu den drei kältesten des gesamten Zeitraums seit 1500.
Man kann sagen, die Kleine Eiszeit schlägt sich vor allem in deutlich kälteren Wintern und Frühjahren nieder.
Zusammenfassend kann man sagen, dass drei Antriebsfaktoren für das Klimaregime der Kleinen Eiszeit in der nördlichen Hemisphäre verantwortlich waren:
1. eine Abschwächung der Sonneneinstrahlung ....
2. Einbrüche der Sonnenaktivität ....
3. eine ungewöhnliche Häufung starker Vulkanausbrüche.
Längere nasse Phasen bei der Aussaat im Herbst reduzierten den Stickstoffgehalt der Böden und verringerten in der Regel die Saatfläche. Kalte Perioden im März und April im folgenden Jahr (nach der Aussaat) verringerten den Umfang der Getreideernte sowie der Molkereiproduktion.
Als Reaktion auf biophysikalische Auswirkungen des Klimawandels der Kleinen Eiszeit lässt sich die Verschiebung von Anbaugrenzen für bestimmte Nutzpflanzen fassen.
Jäger, Georg beschreibt in seinem Buch "Fernerluft und Kaaswasser - Hartes Leben auf den Tiroler Almen" [17] in vielen Beispielen, wie es in der "Kleinen Eiszeit" durch die Klimaverschlechterung zur Ertragsminderung, zur Überweidung und Zerstörung der schützenden Vegetationsdecke, zu verkürzten Almsommern, vorzeitigen Almabfahrten, Hungersnot und vielen Leiden für die Bevölkerung kam.
Dazu ein Zitat von Seite 14:
"Gerade das Herabdringen der Ferner oder Keese in den tiefer gelegenen Siedlungs- und Wirtschaftsraum, in ein Gebiet, das über Jahrhunderte hinweg ertragreiches und fruchtbares Kulturland war, gehörte für die Alm- und Bergbauern während der "Kleinen Eiszeit" (1560 - 1850) zum Dämonisch-Unfassbaren."
Weitere Auszüge aus dem Buch:
S. 16: "Die Jahre von 1560 bis 1573, von 1585 bis 1615 und von 1676 bis 1697 sowie von 1755 bis 1776 waren ausgesprochen kalte Phasen."
S. 23: "... in den anderen "Jahren ohne Sommer" wie etwa 1675 und 1818 ...". "Der August 1675 war vergleichsweise noch kälter als jener von 1816. Die höher gelegenen Almweiden blieben damals den ganzen Sommer unter den Schneemassen begraben". "Auch die Zeit zwischen 1688 und 1699 war wieder eine frostige und somit für die Landwirtschaft ungünstige Periode."
S. 33: "Vor allem wegen der ungünstigen klimatischen Verhältnisse erfolgte damals im Laufe des 17. Jahrhunderts ein Rückgang der oberhalb der Baumgrenze in der alpinen Mattenstufe betriebenen Almwirtschaft /"Hochalmen"), während in den tieferen Lagen die Wälder für neue Almgebiete ("Waldalmen") gerodet wurden". ... "Neben der Fruchtbarkeit der Almböden nahm auch die Gesamtfläche der bestoßenen Weidegründe ab."
S. 48: 1680er-Ausbruch des Rofener Eisstausees.
S. 53: "Als extreme Lawinenmaxima gelten die Jahre 1689, 1720 und 1951."
S. 54: "Von Ende der 1670er-Jahre bis 1701 standen die Winter häufig unter dem Einfluss polarer Luftmassen und waren durchschnittlich fast um zwei Grad kälter als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts."
Vorarlberger Chronik (Internet, April 2012):
Februar 1689: Durch zahlreiche Lawinenabgänge wird im Montafon, besonders in Schruns und Umgebung, großer Schaden angerichtet.
1689-1716: Mehrfach Hungersnöte in Vorarlberg.
Januar/Februar 1695: Der Bodensee friert für neun Wochen zu.
Fazit:
Eine maximale Gletscherausdehnung um 1680 in Tirol, d. h.
in der "Kleinen Eiszeit", im Fernaustadium, führte durch die
dadurch erheblich tiefere Vegetationsgrenze zwangsläufig zu einer starken
Reduzierung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche in allen höher
gelegenen Alpenregionen, aber auch zu einer lokalen
Abkühlung, die zusätzlich die Ernteerträge deutlich verringerte. Gerade
die Kombination aus reduzierten Anbauflächen und wetterbedingt schlechteren
Erträgen über einige Jahrzehnte führte zu zunehmenden wirtschaftlichen
und sozialen Problemen. Die Schwierigkeiten bei
der Versorgung der Bevölkerung müssen seit etwa 1650 erheblich gewachsen sein.
Nur die Auswanderung oder der zeitweise Broterwerb in der Fremde konnten eine
Entlastung bringen. Die erste Auswanderungswelle von 1650 bis 1700 ist daher
primär der
Klimaverschlechterung zuzuschreiben. Die folgende Auswanderungswelle hat dann
ihre Ursache in der stark gewachsenen Bevölkerung.
Siehe zu diesem Thema:
Müller, Hermann; Müller, Stefanie:
Klimawandel als Hauptursache für die Auswanderung aus dem Alpenraum zwischen
1650 und 1700.
Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 57. Jahrgang, 2008, Band XVI, Heft 7,
Seite 409 - 414.
Eine 2011 anhand neuer Informationen aktualisierte Version dieser Veröffentlichung steht im Internet unter:
www.heimat-pfalz.de/einwanderung.html
Diese Internet-Seite wird bei Bedarf weiter aktualisiert.
Wird ergänzt.
Steuerfreiheit für einige Jahre u. a. waren Anreize, mit denen versucht wurde, die Auswanderer aus Tirol in die Pfalz zu locken.
Die Tiroler sind sehr häufig, wenn ein Beruf genannt wird, Maurer. Siehe z. B. Fehrbach und Winnweiler.
Die Maurer und Zimmerleute wurden überall für den Wiederaufbau der Häuser, aber auch für den Bau von Schlössern und Kirchen gebraucht.
Zu beachten ist auch der verstärkte Festungsbau.
Frankreich forderte am 5. September 1679 beim Frieden von Nymwegen die Festung Homburg, die in der Verwaltung des Kurfürsten von Trier war. Am 17. September 1679 wurde die Festung durch die Franzosen übernommen. Der Ausbau von Festung und Stadt zu einem wichtigen Machtzentrum begann. Die Arbeiten, die mehr als 13 Jahre dauerten (1679 bis 1692), zogen viele ausländische Handwerker und Künstler nach Homburg.
1684 heiratete in Homburg der Maurergeselle Georg LENHARD (Geurich LEONERT) aus Tannheim in Tirol . Er wohnte in Homburg und war wahrscheinlich an den Arbeiten an der Festung oder den Bauten in der Stadt beteiligt.
Bild 6: Festung Homburg um 1680/90 (Quelle: Homburger Hefte 1972)
Homburg war die zur Westpfalz nächstgelegene Festung, die ausgebaut wurde. Aber auch die Festung Landau (Ausbau seit April 1688), die Festungen Mannheim und Saarlouis benötigten Bauarbeiter. Zumindest bei der Festung Landau ist der Zuzug von Arbeitern aus dem Alpenraum bekannt.
Schrift "700 Jahre Stadt Landau/Pfalz 1274 - 1974", Seite 32 [21]:
"Kriegsminister Louvois selbst legte im April 1688 den Grundstein zu der neuen Festung, die nach Vaubans Plänen von dem Straßburger Baumeister Martin in der unwahrscheinlich kurzen Zeit von vier Jahren erstehen sollte. Bei diesem Bauvorhaben waren im Durchschnitt 15.000, zeitweise sogar bis zu 20.000 Bauarbeiter beschäftigt."
Wird ergänzt.
Interessant ist das Buch von Roland Walck zu den Bauhandwerkern aus Tirol im Elsass und in Lothringen [19]. Dieses Buch enthält - in französisch - nicht nur eine Übersicht der gemeinsamen Geschichte von Lothringen, Elsass und Tirol mit Vorarlberg von 1618 bis 1766 und Hintergründe zur Auswanderung, sondern auch einen LENHARD aus dem Tannheimer Tal, dessen Zuordnung noch unklar ist:
Jacques LIENHARD, Sohn des Udalric LIENHARD, aus "Zöllen par. Tennheim" (d. h. Zöblen im Tannheimer Tal) heiratete am 10.04.1684 in Eguisheim (Egisheim an der Elsässischen Weinstraße südlich von Colmar) Elisabeth SCHMIDER. Ein Ehevertrag wurde am 23.03.1684 abgeschlossen.
Wird ergänzt.
Die Magisterarbeit von Frau Schneider [5] enthält die Ermittlung
der Gesamteinwohnerzahl der Herrschaft Landstuhl für die Jahre
1629, 1681, um 1700 und 1760. In Klammer stehen dabei die Werte
aus dem Anhang der Magisterarbeit.
Gesamteinwohnerzahl der Herrschaft Landstuhl:
1629: Insgesamt lebten in der sickingischen Herrschaft Landstuhl ca. 1400 (1397) Menschen.
Im 30jährigen Krieg reduzierte sich die Bevölkerung um 90 %.
1681: Insgesamt lebten in der Herrschaft Landstuhl ca. 280 (276) Menschen.
Um 1700: Insgesamt lebten in der Herrschaft Landstuhl ca. 650 (648) Menschen.
1760: Insgesamt lebten in der Herrschaft Landstuhl ca. 1300 (1304) Menschen.
Damit könnte man meinen, dass der Bevölkerungsstand von 1629 erst nach 1760 wieder erreicht wurde. Diese Annahme ist wohl falsch, wenn man die Zahlen des Großgerichts betrachtet.
Einwohnerzahlen des Großgerichts der Herrschaft Landstuhl:
1629: 629 Einwohner
1681: 128 Einwohner
Um 1700: 328 Einwohner
1732: 860 Einwohner
1760: 716 Einwohner
Für das Großgericht wird schon vor 1732 der Stand von 629 erreicht. 1732 ist er mit 860 sogar erheblich höher um danach, vermutlich durch die Auswanderungen nach Nordamerika und Südosteuropa, wieder zurückzugehen.
Für das Kleingericht fehlt die Zahl für 1732. Daher kann nicht für die ganze Herrschaft Landstuhl der Wert von 1732 ermittelt werden.
Gemäß der Ortsgeschichte von Werner Rasche [30] gab es in Winnweiler folgende Bevölkerungsentwicklung (Seite 112 und 128):
1584: 28 Familien
1654: 10 Familien
1682: 6 Familien (Anmerkung: 1673 fiel der französische Marschall Turenne in die Grafschaft ein, dies führte wohl zur Flucht einiger Einwohner)
1699: 23 Familien
1753: ca. 140 - 150 Familien
1787: ca. 230 Familien
Die Wiederbesiedlung setzt durch die unruhigen Zeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg erst sehr spät ein.
Seit 1729 war die Grafschaft Falkenstein im Besitz des Herzogs Franz Stephan von Lothringen. Dieser heiratete 1736 Maria Theresia von Habsburg. Franz Stephan wurde 1745 Kaiser Franz I. Die Grafschaft Falkenstein kam damit in österreichischen Besitz, was der Zuwanderung aus Tirol sicher nicht schadete.
Kommentar des Verfassers:
Diese Zahlen aus den beiden Regionen belegen, wie sehr die Region unter dem 30jährigen Krieg gelitten hat und wie mühselig die Wiederbesiedlung voranging. Der Bevölkerungsstand aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg wurde in der Herrschaft Landstuhl vermutlich erst um 1720 erreicht und in Winnweiler wohl zwischen 1700 und 1710.
Markus Bauer in "Von den Alpen in den Westrich":
Während die Schweizer, Luxemburger oder "Franzosen" vorwiegend als Bauern, Hirten, Knechte und Angehörige des örtlichen Handwerks hier ansässig wurden, waren die Tiroler fast alle Bauhandwerker. Sie spielten beim Wiederaufbau der Dörfer also eine nicht unbedeutende Rolle.
Die Tiroler haben zwar bestimmte Eigenarten beibehalten und manche Gewohnheit gepflegt, aber ein fremdes Element bildeten sie damit nicht. Sie waren - wie die anderen Neubürger auch - in die damalige Gesellschaft integriert und brachten es zu Ansehen und gewissem Wohlstand. Z. B. besaßen 1717 in Reuschbach die Sippe Cranewitter rund 175 Morgen und die Sippe Puhl rund 275 Morgen.
Fehrbach (Hessen-Darmstadt), Reuschbach (Kurpfalz) und Winnweiler (österreichisch) sind Orte, bei denen die Tiroler besonders deutlich vertreten sind.
Fehrbach
Zu dem Ort findet man im Internet:
Fehrbach hat eine Tiroler Straße, einen Tiroler Gedenkstein und den Tiroler Schützenclub Pirmasens-Fehrbach.
Reuschbach
Reuschbach hat den Tiroler Berg (gemäß Ortschronik).
Winnweiler?
Obwohl in Winnweiler ein hoher Anteil von Einwohnern mit Tiroler Wurzeln zu verzeichnen ist, gibt es in der "Ortsgeschichte von Winnweiler" von Werner Rasche keine Hinweise auf ein kulturelles Erbe dieser Einwanderer.
Petto [11, Seite 16] äußerst sich recht negativ zum Einfluss der Tiroler auf die Saargegend:
"Nachhaltige kulturelle Auswirkungen der Zuwanderung aus Tirol und Vorarlberg auf unseren Raum sind nicht festzustellen. Weder der alpenländische Dialekt der Fremden noch die Fachsprache der Maurer haben sich auf unsere Mundart ausgewirkt (47). Überragende Zeugen der Baukunst wie in anderen Landschaften haben die Tiroler und Vorarlberger Baumeister hier nicht hinterlassen. Die von den Zuwanderern geleistete Arbeit ist zumeist untergeordneter Natur gewesen."
Wird ergänzt.
Wird ergänzt.
Der Passauer Fürstbischof Leopold, jüngerer Bruder Kaiser Ferdinands II., Bischof in Passau seit 1605 und Bischof von Straßburg seit 1607, trat 1625 in den Laienstand zurück und trat dann als Erzherzog Leopold 1626 die volle und erbliche Regierung in Tirol und den Vorlanden (1630) mit allen Hoheitsrechten an. 1625 heiratete er die Toskanerin Claudia von Medici. Leopold starb 1632. Ein Sohn oder anderer Passauer Fürstbischof - noch zu prüfen - wurde später Feldherr in den Spanischen Niederlanden (etwa heutiges Belgien) wurde. Diese Daten belegen, dass auf der Führungsebene sehr enge Verbindungen zwischen den Regionen bestanden. Dies sollte nicht ohne Rückwirkung auf die Wanderungsbewegungen gewesen sein.
Deutscher Orden: Einfluss auf die Wanderungsbewegung?
Baumeister?
Eisenschmelzer?
Tiroler Baumeister in der Westpfalz und Saarpfalz?
> Beteiligung am Festungsbau
> Beteiligung an Schloss- und Kirchenbauten, z. B. Schloss Pettersheim, Schloss Zweibrücken, Schloss Pirmasens, Kirche in Kübelberg, Karlskirche in Zweibrücken.
Wege der Einwanderer von Tirol in die Westpfalz und Saarpfalz?
> Rhein?
> alte Handelsstraßen und Handelswege
> Altstraßen (siehe Wikipedia)
> Römerstraßen
> Reichsstraßen
>
Heerstraßen und Heerwege
>
Poststraßen und Postkutschenrouten um 1700
>
Verbindungswege zwischen den österreichischen Herrschaftsgebieten, z. B. der
Postkurs von Innsbruck über Nesselwang, Memmingen, Pleß, Söflingen, Gingen,
Plochingen, Rheinhausen, Speyer nach Mechelen in Belgien
Briefe der Einwanderer an ihre Verwandtschaft in den Alpenländern?
Besonderheiten (z. B. Dialektunterschiede) in Dörfern mit Häufung Tiroler Einwanderer, z. B. Fehrbach?
Kontakte der Tiroler untereinander?
> Patenschaften
> Trauzeugen
Tiroler Vornamen: Wieweit wurden diese in der Pfalz weitergegeben?
Es ist äußerst schwierig, den Umfang der
Einwanderung aus Tirol bzw. die Gesamtzahl aller Einwanderer zu ermitteln. Dies
hat viele Gründe:
Zur Orientierung einige Zahlen zum Thema Auswanderung/Einwanderung:
Die bisherigen Zahlen geben noch kein rechtes Bild. Zu viel Forschungstätigkeit steht noch aus. Trifft man einige Annahmen, kommt man zu folgender Abschätzung:
Zwischen 1650 und 1750 kamen etwa 10.000 bis 20.000 Menschen aus Tirol in das Gebiet der heutigen Pfalz.
b) Anteil der Bauhandwerker an der Gesamtzahl aller Einwanderer aus Tirol
Viele Veröffentlichungen (Drumm, Petto u.a.)
haben besonders die Tiroler Bauhandwerker im Blick gehabt. Dies führt jedoch zu
einem recht einseitigen Bild.
Besonders Drumm hat prägend gewirkt und die
Einwanderung aus Tirol als "deutsche Binnenwanderung" und "Einwanderung Tiroler
Bauhandwerker und Waldarbeiter" dargestellt. Er zitiert auf Seite 5 Blatter mit
der Feststellung: "Die Tiroler waren in der Hauptsache Katholiken und
Handwerker, besonders Steinmetzen."
Drumm schreibt (Seite 7): "Wenn man die Lebensschicksale der ohne Berufsangabe
genannten Tiroler unserer Heimat aufklären wollte oder könnte, so würde man
gewiß fast ausnahmslose wieder bei Maurern, Steinmetzen oder Zimmerleuten zu
Hause sein, ..."
Wertet man bei Drumm die Liste mit Tirolern aus, sind von 247 Personen 72 den
Bauhandwerkern zuzuordnen, d. h. knapp 30 %. Die Datenmenge, die Drumm als Basis
verwendet hat, ist viel zu klein und wenig flächendeckend und repräsentativ.
Sicher sind Tiroler Bauhandwerker in vielen Orten und an vielen Bauwerken zu finden. Ebenso muss man aber auch beachten, dass die entvölkerten Dörfer auch neue, landwirtschaftlich tätige Menschen brauchte. Regional unterschiedlich - was auch bei den Schweizern nachvollziehbar ist - treten die Tiroler in manchen Orten sehr stark und in anderen kaum oder gar nicht auf.
Welchen Beruf hatten nun all die Einwanderer, deren Beruf in den Kirchenbüchern nicht genannt wurde?
Nahe liegend ist, dass es Bauern und Landarbeiter waren. Dies erklärt auch meist - da der Normalfall - dass die Pfarrer nicht auf den Beruf hinwiesen. Folgt man diesem Ansatz, kommt man zu folgendem Ergebnis bei einigen ausgewählten Orten:
Landstuhl:
14 Tiroler, davon 7 Bauhandwerker
Meisenheim:
22 Tiroler, davon 4 Bauhandwerker
Schallodenbach:
19 Tiroler, davon 2 Bauhandwerker
Winnweiler:
26 Tiroler, davon 5 Bauhandwerker
Petto [11] hat 448 Einwanderer für die Saargegend erfasst. Bei 129 (28,79 %) ist der Beruf bekannt. Etwa 60 % dieser 129 sind dem Baugewerbe zuordenbar. D. h. der Anteil der Bauhandwerker an der Gesamtzahl der Einwanderer liegt unter 20 %.
Walck [19] hat 2252 Tiroler im Elsass und in Lothringen erfasst. Bei 774 Personen (d. h. 35 %) ist der Beruf angegeben. Etwa 80 % dieser Personen sind Bauhandwerker. D. h. der Anteil der Bauhandwerker an der Gesamtzahl der Einwanderer liegt bei 27 %.
Drumm [10] kommt bei 257 Tiroler Einwanderern ins "linke Rheingebiet" auf 29 % Bauhandwerker.
Bei aller Unsicherheit dieser Zahlen zeigen sie aber doch, dass der Anteil in einem Bereich zwischen 10 und 50 % und nicht darüber liegt. Meine Vermutung - die noch durch mehr Zahlenmaterial untermauert oder widerlegt werden kann - ist,
dass 20 bis 30 % der Tiroler Einwanderer als Bauhandwerker in die Pfalz kamen.
c) Anteil der Tiroler an der Gesamtzahl aller Einwanderer in die Pfalz
Die Einwanderer in die Pfalz kamen aus verschiedenen Richtungen:
aus Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, vom Niederrhein, aus anderen deutschen Regionen und besonders auch aus der Schweiz und aus Österreich. Die gesamte Einwanderung ist nur teilweise erforscht und belastbare Zahlen fehlen.
Eine vorsichtige Annahme - die noch durch mehr Zahlenmaterial untermauert oder widerlegt werden kann - ist,
dass 20 bis 30 % der Einwanderer in die Pfalz aus Tirol kamen.
Maßgeblich veranlasst durch die Klimaverschlechterung
während der "Kleinen Eiszeit" (Höhepunkt um 1680) und den daraus resultierenden
Hungersnöten und wirtschaftlichen Problemen zogen nach dem Dreißigjährigen Krieg viele Menschen aus Tirol und den
Nachbarregionen in die entvölkerten, deutschsprachigen Regionen des heutigen
Südwestdeutschland.
Betrachtet man das heutige Österreich, kamen die Einwanderer in die Pfalz fast nur aus Westösterreich (Tirol und Vorarlberg). Die Einwanderer waren bis auf wenige Ausnahmen katholisch. Damit unterscheidet sich die Auswanderung aus Westösterreich sehr deutlich von der Auswanderung aus anderen österreichischen Landesteilen.
Im Vergleich zu Einwanderern aus anderen Regionen ist der Anteil der Bauhandwerker unter den Tiroler Einwanderern besonders hoch.
In der Pfalz ist der Anteil der Einwanderer aus der Schweiz, aus Tirol, aus Luxemburg und Brabant sowie anderen Herkunftsgebieten regional sehr unterschiedlich. Sicher ist, dass sich die Schweizer mehr in der Südpfalz und Südwestpfalz niederließen. Ein vollständiges, durch genug Daten belegtes Bild für die ganze Pfalz liegt noch nicht vor.
Wird ergänzt. (Zuerst sind noch viele Daten und Fakten zu
sammeln.)
[1] Geiger, M. u.a.: Westrich und Pfälzer Bergland.
Landau i. d.
Pfalz: Verlag Pfälzische Landeskunde, 1993
[2] Henrich, K.: Einwanderungen nach Landau in der Pfalz im
Zuge von Reformation und Gegenreformation 1520 - 1830.
Speyer 1971, Pfalzatlas, Textband S. 733ff
[3] Spiss, R.: Saisonwanderer, Schwabenkinder und Landfahrer -
Die "gute alte Zeit" im Stanzertal.
Innsbruck 1993. Enthält Liste: "Stanzertaler in der
Fremde".
[4] Thöni, H.: St. Anton am Arlberg. Bludenz um 1995. Enthält 23 Seiten "Auswanderer von 1650 bis 1800 nach Deutschland".
[5] Schneider, N. A.: Die Wiederbesiedlung der sickingischen
Herrschaft Landstuhl nach dem 30jährigen Krieg.
Magisterarbeit, Landstuhl 1998.
[6] Wittner, H. R.: Schweizer (Einwanderer) in der Vorder- und
Südpfalz.
Herausgeber: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Ludwigshafen
2003
[7] Palme, R.; u.a.: Geschichte des Landes Tirol, Band 2 (1490
bis 1848).
Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1998
[8] Parisse, M.; u.a.: Lothringen - Geschichte eines
Grenzlandes.
Saarbrücker Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1984
[9] Bauer, M.: Von den Alpen in den Westrich.
Westricher Heimatblätter 1995/1996
[10] Drumm, E.: Die Einwanderung Tiroler Bauhandwerker in das
linke Rheingebiet 1660 - 1730.
Schriften zur Zweibrücker Landesgeschichte Nr. 6, 1950
[11] Petto, W.: Die Einwanderung aus Tirol und Vorarlberg in
die Saargegend.
Saarbrücken 1976.
[12] Müller, H.; Müller, S.: Klimawandel als Hauptursache für die
Auswanderung aus dem Alpenraum zwischen 1650 und 1700;
Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 57. Jahrgang, 2008, Band XVI, Heft 7,
Seite 409 - 414
[13] Müller, Hermann; Petry, Wendelin: Denombrement der Herrschaft Landstuhl
Anno 1681.
Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 52. Jahrgang, 2003, Band XV, Heft 6, Seite
305 - 316
[14] Petto, W.: Wanderungen aus Tirol und Vorarlberg in das Saarland.
Saarbrücken 2000.
[15] Knocke, Theodor: Die Wiederbesiedlung des Dorfes Kindsbach vor
dreihundert Jahren.
Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973.
[16] Mauelshagen, Franz: Klimageschichte der Neuzeit 1500 - 1900.
WBG 2010.
[17] Jäger, Georg: Fernerluft und Kaaswasser - Hartes Leben auf den Tiroler
Almen.
Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2008.
[18] Blaeu, Joan: ATLAS MAIOR of 1665, GERMANIA, AUSTRIA & HELVETIA. Nachdruck im TASCHEN-Verlag.
[19] Roland Walck: Les batisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l'Ancien Régime. Octobre 2010. Beim Verfasser zu beziehen.
[20] Dr. Berthold Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683 - 1798", Selbstverlag 1998.
[21] Monatsheft der Garten- und Weinstadt Landau in der Pfalz, "700 Jahre Stadt Landau/Pfalz 1274 - 1974", Januar/Februar 1974.
[22] Geiger, Michael (Hrsg.): Geographie der Pfalz. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau 2010.
[23] Paul, Roland: Die Einwanderung in die Pfalz vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Mit Beispielen aus dem Kreis Kusel. Westrichkalender Kusel 2012, Seite 22 - 35.
[24] Bauer, Markus: Von den Alpen ins Kuseler Land. Westrichkalender Kusel 2012, Seite 124 - 130.
[25] Krawarik, Hans: EXUL AUSTRIACUS - Konfessionelle Migrationen aus Österreich in der Frühen Neuzeit. LIT-Verlag Wien 2010.
[26] Gilcher, Dagmar: Wir Tiroler. RHEINPFALZ vom 18.02.2012.
[27] Wittner, Heinz R.: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz. Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2005.
[28] Kuby, Alfred Hans; Kimmel, Helmut: Die Wiederbesiedlung des Amtes
Bolanden nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Schriften zur Wanderungsgeschichte der Pfälzer, Folge38. Kaiserslautern 1985.
[29] Christmann, Ernst: Dörferuntergang und -wiederaufbau im Oberamt Lautern während des 17. Jahrhunderts. Verlag Arbogast, Otterbach-Kaiserslautern, 1960.
[30] Rasche, Werner: Ortsgeschichte von Winnweiler. Gemeinde Winnweiler, 1991.
[31] Groh, Günther; Hartwich, Wolfgang: Die Herkunft der Speyrer Neubürger. Textband I zum Pfalzatlas, S. 440 ff.
[32] Braun, Fritz; Rink, Franz; Poller, Oskar: Die Herkunft der Neubürger in Kaiserslautern (1597 - 1767). Textband I zum Pfalzatlas, Seite 609ff.
[33] Siegl, Walter: Von Tirol in die Westpfalz. Manuskript, etwa 1960
[34] Zuwanderungsland Deutschland MIGRATIONEN 1500 - 2005. Ausstellungsband.
Wolfratshausen, 2005.
Wird ergänzt.
Revision History:
1. Homepage-Version erstellt am 05.08.2001,
ergänzt 06.09.2001 um Definition der "Sickinger Höhe", Kap. Literaturverzeichnis, Höheinöd,
ergänzt 10.11.2001 um Hinweise zum Deutschen Orden und dessen Verbindungen in die Westpfalz
ergänzt 01.01.2002 um Einwanderung in die Kurpfalz und in das Saarland
ergänzt 06.01.2002 um Auszüge von Ernst Drumm und Inhaltsübersicht
ergänzt 03.02.2002 um Einwanderung nach Landau und Festungsbau
ergänzt 18.06.2002 um Auszüge aus dem Buch von Roman Spiss
ergänzt 31.08.2002 um Tiroler im kath. Kirchenbuch von Esthal
ergänzt 06.11.2002 um Auszüge aus dem Buch von Hans Thöni und der Magisterarbeit von
Nina Alexandra Schneider.ergänzt 30.12.2002 um Tiroler im kath. Kirchenbuch von Horbach und Homburg/Saar
ergänzt 12.03.2003 um Einwanderung im nördlichen Elsaß
ergänzt 18.03.2003 um Eintragungen im kath. Kirchenbuch von Landstuhl.
ergänzt 01.05.2003 um Karte mit Kurpfalz und Vorderösterreich
ergänzt 28.10.2004 um weitere Einwanderer.
ergänzt 28.11.2004 mit weiterer Literatur
ergänzt 12.05.2005 mit Angaben aus dem kath. KB Reichenbach.
ergänzt 04.01.2006
ergänzt 18.11.2006 und 10.12.2006
ergänzt 24.01.2007 mit Winnweiler und Fehrbach
ergänzt 9.9.2007 um Klimawandel in Tirol zwischen 1645 und 1715
ergänzt 11.11.2007 um Einträge aus Winterbach und Ramstein
ergänzt 22.04.2008
ergänzt 18.07.2008 besonders bei den Klärungspunkten
ergänzt 21.02.2009 um Scherenschnitt von Frau Helga Borngässer-Geyl.
ergänzt 24.05.2009 um Daten aus der Ortschronik Reuschbach
ergänzt 04.10.2009 um Daten von der Firmung 1718 in Ramstein.
ergänzt 09.05.2010 um Festung Homburg.
ergänzt 13.03.2011 um Daten zu RANKER u.a.
ergänzt 02.04.2011 um Daten zur Herrschaft Landstuhl.
ergänzt 26.07.2011 mit Zitaten aus der "Klimageschichte der Neuzeit" von Franz Mauelshagen und dem Buch von Georg Jäger sowie der Karte von 1665 von Joan Blaeu.
ergänzt 08.09.2011 um Buch von Roland Walck mit Tiroler Handwerkern im Elsass und in Lothringen.
ergänzt 11.09.2011 um Tiroler in der sickingischen Herrschaft Schallodenbach.
ergänzt 04.12.2011 nach Auswertung des Familienbuches der kath. Pfarrei Brücken.
ergänzt 07.01.2012 nach Auswertung des 1. kath. KB Winnweiler und des Westrichkalenders 2012 bezüglich Kuseler Land.
ergänzt 27.01.2012 nach Mitteilungen von Forscherkollegen.
ergänzt 13.02.2012 durch kleinere Erweiterungen.
ergänzt 20.02.2012 zum Thema Umfang der Einwanderung der Tiroler.
ergänzt 05.03.2012 Überarbeitung und Ergänzung um Daten zum Amt Bolanden und zum Anteil und der Bedeutung der Bauhandwerker.
ergänzt 07.03.2012 Neuordnung der Kapitel und Ergänzung.
ergänzt 09.03.2012 durch Tiroler aus den kath. KB von Meisenheim.
ergänzt 12.04.2012 aus Vorarlberger Chronik.
Der Verfasser bittet um Zusendung von Ergänzungen und Berichtigungen.
Mehr Information zu meiner Forschung finden Sie auf meiner Haupt-Homepage:
http://www.Mueller-Heppenheim.de
ENDE