Beitrag zur Geschichte der

Neumühle

bei Kirchenarnbach

in der Pfalz

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zuletzt bearbeitet am 29. Mai 2015
 

Verfasser:

Dr. Hermann Müller, Heppenheim




Die Neumühle bei Kirchenarnbach war um 1730 Wohnort des Johann LENHARD (Stammfolge LENHARD, Person IIIa, siehe dazu auch www.mueller-Heppenheim.de/lenhard1.htm ). Dies war Anlass für den Verfasser, die Geschichte der Neumühle in dieser Zeit näher zu erforschen und daraus evtl. Ergänzungen zur Familiengeschichte der LENHARD zu finden.
 
 

 

Die erste, sehr genaue Darstellung der Neumühle auf einer Landkarte findet sich auf den "Karten von Naudin". Dieses für das Saarland und die Westpfalz einzigartige Kartenwerk, das in seiner Gesamtheit zwischen 1728 und 1739 durch die französische Kartografen-Familie Naudin erstellt wurde, zeigt Harsberg als Hasprick in den Jahren 1736/37 und die Neumühle ohne eigenen Namen als Mühle und Meierhof (Moulin & Cense). Die Karte mit der Neumühle ist als Karte 8 im Besitz der Mediathèque du Pontiffroy - http://www.chr-lorraine.fr/naudin/ - mit deren Genehmigung, wofür ich ausdrücklich danke, ich hier einen Ausschnitt darstelle:

 

 

 

Die Informationen zur Neumühle in der heimatkundlichen Literatur sind spärlich, unvollständig und teilweise auch irreführend. Manchem Verfasser standen nicht alle heute bekannten Dokumente zur Verfügung und die Kirchenbücher wurden nicht oder nur begrenzt verwendet.

Durch eine Räuberbande und kriminelle Taten kurz nach dem 2. Weltkrieg kam das Dorf sehr in Verruf und mehrfach in die Medien, was sich inzwischen weitgehend gelegt hat. Es wurde daher vom Verfasser auch gesucht, ob es eine Verbindung zwischen den ersten Bewohnern im 18. Jahrhundert und den Dorfbewohnern im 20. Jahrhundert gab.

 

Nachfolgend die Informationen aus den bekannten Quellen mit Ergänzungen des Verfassers in [..] :
 

1.   Ernst Christmann, "Die Siedlungsnamen der Pfalz, Teil II, Die Namen der kleineren Siedlungen",
      Speyer 1964:

NEUMÜHLE bei Obernheim-Kirchenarnbach/K’l.

1828 – 1963 "Neumühle" mit 251 Einwohnern a. 1910 und 195 a. 1959 (Rhb. 60; Frey IV 193; Gil. XXXI; MOVLex.; Mü.Ob.; HbP 282). Die Siedlung hat sich, wie die angegebenen Zahlen zeigen, zu einem besonderen Ortsteil, einem Dorf mit eigener Schule entwickelt. Die Anfänge gehen nach MHVP 55/1957 S. 140 auf die Ansiedlung vagierender Leute zurück   [Die Erzählungen in der LENHARD-Sippe beinhalten, dass diese Leute nach der Zerstörung des Schlosses Karlsberg am 24. Juli 1793 zur Neumühle kamen und aus dem Ausland stammten. Auch von Zigeunern ist die Rede.], die zunächst meist in Felshöhlen
[Wohl die Höhlen im Rothenborn, eine davon ist 44 Meter lang. Siehe 3.), Seite 275, und 15.)]  
kampierten, erst später nach und nach Häuser erbauten. Der im Vm. gebrauchte Name "die Roll" konnte noch nicht aufgeklärt werden.

 

2.   Friedrich Wilhelm Weber, "Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz",
      Verlag Franz Arbogast, Otterbach 1978:

Die Neumühle

am Arnbach, zwischen Obernheim – Kirchenarnbach und Hettenhausen stand im sickingischen Kleingericht. Andere Urkunden als die Kirchenbücher fehlen. Danach erste Erwähnung 1754. [Kommentar: Das ist falsch, siehe 4.]   Bekannte Inhaber: 1765 Heinrich Ruck   [aus Burgalben, luth. Religion,
1765 bei Heirat in Mittelbrunn als Müller auf der Neumühle genannt, 1770 und 1771 Tod eines Kindes auf der Neumühle],
1770 Michel Neufang († 1773). Die Witwe heiratete den o.a. Müller Christian Kliebenstein (später auf der Mittelbrunner M.)   [luth. KB Labach: Heirat 31.08.1773 in Neumühle].   Auf der Neumühle folgte Michel Blinn († 1791)    [Sterbeeintrag im ref. KB Wallhalben, er starb 40 J. alt].

 

3.   Erich Ohliger, "Geschichte der Gemeinde Obernheim-Kirchenarnbach mit dem Ortsteil
      Neumühle", Verlag Franz Arbogast,
      herausgegeben von Gemeinde Obernheim-Kirchenarnbach 1995:

Neumühle

Der Ortsteil Neumühle ist eine Gründung der Neuzeit. Wie der Name sagt, wurde dort zuerst eine Mühle gebaut. Im Weselberger Amtrelationsbuch ist diese Mühle schon 1581 erstmals erwähnt. Bei der Mühle siedelten sich Bauern und Taglöhner an.

In den Kirchenbüchern von Kirchenarnbach aus dem 18. Jahrhundert werden öfter Personen genannt, die auf der Neumühle ihren Wohnsitz hatten. Die Vermutung von Pfarrer Müller, die Neumühle sei von den Grafen von Sickingen angelegt worden, ist also nicht von der Hand zu weisen.

Im 19. Jahrhundert aber müssen die meisten Zuwanderungen erfolgt sein. Meist waren es Tagelöhner, die ab und zu gebraucht wurden, aber sonst ein karges Leben führen mußten. ....
 
 

4.   Katholische Kirchenbücher der Pfarrei Kirchenarnbach 1706 - 1798,
      Register der Zweibrücker AG für Familienforschung, 1992;

(50 Seiten mit Bezug auf die Neumühle!):

Daten vor 1760:

Zigeuner:

1798 auf der Neumühle Geburt eines Sohnes von Jacob SAUSER und Anna Margaretha PREIS, "umherziehende Zigeuner".

Im KB von Kirchenarnbach werden viele umherziehende Einzelpersonen und Eheleute genannt.

 

5.   Evang.-Lutherisches Kirchenbuch der Pfarrei Wallhalben 1709 – 1760,
      Register herausgegeben von der Zweibrücker AG für Familienforschung 1989:

Nur 1 Eintrag in diesem Kirchenbuch mit direkter Nennung der Neumühle!

1754 heiratete Catharina BURCKHARDT von der Neumühle den Johann Adam MAHLER von Obernheim.

S. 82:

"Zigeuner

Im Hochwald zwischen dem Mittelbrunner- und Arnbachtal hatten sich nahe einer aus drei Höfen bestehenden Bauernsiedlung auch einige Zigeunerfamilien eine Bleibe geschaffen. Viele Jahre lang herrschte ein ungestörtes nachbarliches Verhältnis. Etwa um das Jahr 1730 jedoch wurden auf herrschaftliche Anordnung die Anwesen demoliert und die Bewohner vertrieben."

17.07.1714 Hochzeit von drei Zigeuner-Paaren am gleichen Tag. Weitere Kirchenbucheinträge mit Zigeunern 1718, 1720, 1724, 1728, 1729, 1735, 1740.
 
 

6.   Evang.-Lutherisches Kirchenbuch der Pfarrei Labach 1726 - 1802,
      Register herausgegeben von der Zweibrücker AG für Familienforschung 1989:


Vor 1765 keine Einträge mit Nennung der Neumühle.


 

7.   Evang.-reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Wallhalben 1719 - 1798,
      Register herausgegeben von der Zweibrücker AG für Familienforschung 1972:


Peter SCHAB, Müller auf der Neumühle: 1794 stirbt ein Töchterlein, 20 Wochen alt.

Daniel THEIS, Lehnsmüller auf der Neumühle: 1796 Geburt der Tochter Elisabetha auf der Neumühle.
 
 
 

8.   Evang.-Lutherisches Kirchenbuch der Pfarrgemeinde Battweiler-Dellfeld 1737 - 1798,
      Register herausgegeben von der Zweibrücker AG für Familienforschung 1997:


KLIEBENSTEIN Christian, Müllerbursch in der Pfarrei, jetzt Temporalbeständer auf der Neumühl im Sickingischen,

oo 21.07.1772 in Rieschweiler, luth. KB Ba - DE

FISCHER Anna Elisabetha, T. v. FISCHER Heinrich, Beständer des "Hüttschenhäußerhofes".


 

9.   Sonstige Kirchenbücher der Region:


Keine Ergänzungen aus der Zeit vor 1760 in den ausgewerteten Kirchenbuchregistern von:

    Katholisch:

Bruchmühlbach, Contwig, Homburg, Horbach, Maßweiler, Nünschweiler

    Lutherisch:

Homburg, Labach, Landstuhl (vor 1710), Thaleischweiler, Trippstadt

    Reformiert:

Homburg, Rieschweiler, Winterbach

 

 

10.   Denombrement der Herrschaft Landstuhl von 1681, unveröffentlichte Auswertung von
      Herrn Wendelin Petry in Hermersberg vom März 2001:

  Das Dorf Armbach.
  Notadum dieses Dorf, sollte wie im großen
  Gericht vermeldet werden, gleich Kingsbach, zum
  Flecken Landstuhl gehörig und mit demselben
  einer Qualität gewesen sey, darinnen sind
  noch zur Zeith zwo Haußstätte, als
  Gerhard  Zimmer, kann jährlich an Schaft
  geben ohngefähr  ___________________    fl  3  .----
  Johann Valentin  Schäfer gibt ohngefähr _   fl  2  .----
  Hat bey sich seinen Sohn Johann Georg  Schäfer
  als Knecht, und Dienstmagd ins Hauß geheiratet.
  Item ist zu diesem auch ein churpfältzischer verlasse-
  ner Soldat, als dessen Tochtermann, jüngst ins
  Hauß gezogen, gibt biß dato keiner etwas.
  Beyde erstere geben ohngfähr an Mannfuhr
  und Frohn Haber  ____________________  4 Malter.
  In diesem Dorf, haben die Herrn Grafen von
  Naßau Saarbrücken wie auch die Herrn von Sickingen
  einen gewissen Zehndbahren destriert, sollte die Bach
  eines Theils, und ein gewisser Fußweg an-
  deren Theils scheiden. Biß dato ist noch kein
  sicheres statuiert, stoßet zu beyderseits
  Hochgräflicher- und Sickingischer Seits weiters

 Seite 18
  einkommendes vorrecht, zu keines Theils
  Nachtheil noch indercidiret = entschieden
  Sickingischen Theils hat dafür Zehend nun
  samt Neubrüch in die 10 Jahren nicht über
  3 Malter allerhand Früchten jährlich eingedienet.

  So ist auch ein Dorf Kirchenarmbach
  genannt, liegt wüßte, ansonsten noch  rudera = Überreste von
  der Pfarrkirche.

  Das Dorf Oberheimb ist dasmahl mit zwo
  neuen Unterthanen besetzt, mit Nahmens Jo-
  hann Theobald  Bood, (Poot) möchten in beyden an May-
  und Herbstschaft geben  _______________   fl  2  .----
  Rauch- Fuhr- und Frohn Haber  _________           2  .----
  Michel  Hockemußan beyde  ____________                    1  .----
  Rauch- Fuhr- und Frohn Haber,
  weilen er kein Gespann oder Vieh hat etwa ½ Malter Haber
  und jeder ein Faßnachts Huhn
  In diesem Dorf hat das Hochgrf. Hauße Nas-
  sau auch einen Zehndbahren Destrict.
 
 

11.   Hermann Arnold, "Die Neumühler - Beschreibung einer sozial isolierten Bevölkerungsgruppe". Mitteilungen der Pollichia, III. Reihe, 14. Band, Pollichia Museum Bad Dürkheim, 1967, S. 56 - 93.


Neumühle war, wie der Name sagt, ursprünglich eine Mühle, bewohnt von bodenständigen, bäuerlichen Menschen. Gegen Ausgang des 18. Jahrhunderts siedelten sich "kleine Leute" bei der Neumühle an, vorwiegend Tagelöhner aus der näheren Umgebung. Auch einige Nichtseßhafte ("vagi") hielten sich zeitweise in Neumühle auf, aber kaum in größerer Zahl, als damals üblich war. In den Jahren 1789 - 1798 waren auch Zigeuner anwesend, die die Namen Reinhard, Saußer und Greis (= Kreutz?) führten. Es ist dies der Namensbestand einer zu jener Zeit in Carlsberg (Kreis Frankenthal) bezeugten Zigeunerbande. ....

Die Ursprünge des sozialen Isolats sind in der napoleonischen Epoche zu suchen. ...

Anmerkung des Verfassers:

Die Schrift enthält äußerst ausführliche Informationen zur Bevölkerung der Neumühle, aber keine neuen Informationen zur Entstehung der Neumühle.

 

 

12.   Gregor Flickinger: "Ich stellte die Mörder und Banditen - Ein Erlebnisbericht aus dem Dorf der Ausgestoßenen NEUMÜHLE". Schlüssel-Verlag Gmbh, Frankenthal/Pfalz, um 1950.


Die Schrift ist zwar sehr reißerisch geschrieben, stammt aber von einem "Neumühler" und belegt die Sicht der Dorfbewohner im 20. Jahrhundert. Hintergrund sind die Verbrechen nach dem 2. Weltkrieg. 32 Angeklagte aus Neumühle, dem "Dorf der Banditen und Verbrecher" mussten sich 1949 vor dem Landgericht Zweibrücken verantworten.  

Seite 5: "Es ist nicht so, daß Neumühle erst heute ein Dorf von Ausgestoßenen ist. Schon gestern und vorgestern und vorvorgestern stand Neumühle abseits. Neumühle war noch nie in die Gemeinschaft der Menschen aufgenommen worden."

Seite 27: "Es war im 18. Jahrhundert, bald nach der französischen Revolution, als die Vorfahren der jetzigen Neumühler in diese Gegend kamen. Wie man vermutet, folgten sie den Truppen des französischen Generals Jurdin."

Anmerkung des Verfassers:

Die Schrift unterstreicht aus anderem Blickwinkel, dass wir in der Zeit vor und nach der Französischen Revolution ganz unterschiedliche Bewohner und Verhältnisse auf der Neumühle haben.

 

 

13.   Hermann Arnold: "Randgruppen des Zigeunervolkes". Pfälzische Verlagsanstalt Neustadt/Weinstraße, 1975.


Arnold schreibt:
"Die Heimat dieser bisher letzten großen Räuberbanden in Deutschland ist Neumühle, etwa 20 km südwestlich von Kaiserslautern gelegen, das durch behördliche Ansiedlung von heimatlosen Menschen, auch einigen "echten" Zigeunern und Jenischen, bald nach 1800 entstanden ist. Armenhäusler aus benachbarten Dörfern kamen dazu."

 

 

14.   Hermann Müller: "Umherziehende in den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Kirchenarnbach 1706 - 1798",
            PRFK Band XVII, Heft 7, Seite 392 - 397, 2012.


Die Auswertung der Umherziehenden in der Pfarrei Kirchenarnbach, zu der die Neumühle gehört, ergab keine Hinweise auf besondere Verhältnisse auf der Neumühle.

 
 

15.   L. Jacob, Lehrer in Obernheim bei Landstuhl: „Die Höhlenwohnungen am Rothenborn“, Der Pfälzerwald, 14. Jahrgang, 1913, Seite 17 - 21


Lehrer Jacob beschreibt, wie er 1912 mit vier Jungen die Höhlen erforscht hat. Über die Entstehung und Nutzung der Höhlen konnte er nur Vermutungen anstellen und schreibt daher: „Die Wissenschaft soll’s klären!“.

Auf Basis von Mitteilungen von Herrn Erich Knust von der Höhlenforschergruppe Karlsruhe im Mai 2015 kann ergänzt werden:

Diese Höhlen sind seit den 1980er Jahren Ziel von Forschungen der Höhlenforschergruppe Karlsruhe. Aufmerksam wurde die Gruppe damals durch die Schrift von Daniel Häberle (1918) „Die Höhlen der Rheinpfalz“. Häberle bezog sich auf eine Publikation von Lehrer L.Jacob aus Obernheim. Mitglieder des Vereins haben die Höhlen immer wieder besucht, zuletzt im Mai 2015.

Diese Höhlen weisen eine geologische Besonderheit auf, die sich offenbar auf die Westpfalz beschränkt und von Hettenhausen im Südwesten bis Krickenbach im Nordosten konzentriert. Hierbei handelt es sich um zigarrenförmige Hohlräume, die von den Höhlenforschern "Röhren" genannt werden. Frau Dr. Doris Dittrich vom Landesamt für Geologie und Bergbau hat anlässlich der Jahrestagung 2014 des oberrheinischen geologischen Vereins in Kaiserslautern und der im Rahmen dieser Tagung stattfindenden Exkursion einen Punkt "Röhrenhöhlen am Rothenborn" eingefügt.

Als Wohnung eigneten sich die Höhlen wegen ihrer Enge nur bedingt. Im Ort erzählte man allerdings, dass die Höhlen 1944/45 als Luftschutzort dienten.
In einer der Höhlen ist eine Mauer eingezogen. Diese flache Höhle (man kann nur hineinkriechen) liegt allerdings hinter einem gerade mal 1 m tiefen Felsband, vor dem der Fels 6 m abbricht. Die Forschergruppe konnte nicht herausfinden, wann diese Mauer eingezogen wurde.

 

16.   Albrecht Flickinger: „Neumühle – Dorf der vergessenen Seelen“, Ortschronik 1705 – 2011, erschienen 2011


Albrecht Flickinger berichtet mit Bezug auf das lutherische Kirchenbuch von Vinningen, dass Anna Eva JUNG, Tochter des Müllers Johann JUNG, 1705 auf der Neumühle geboren wurde. Diese Angabe kann bisher nicht verifiziert werden. Das Kirchenbuchregister des kath. KB von Trulben enthält die Heirat der Anna Eva JUNG am 14.01.1721 mit der Herkunftsangabe „aus Kirchenarnbach“ und den Tod am 28.01.1773 mit 66 Jahren.

1694 lebte Johann JUNG in Walschbronn. Dort wurde die Tochter Anna Margaretha geboren. Flickinger schließt daraus, dass die Neumühle zwischen 1694 und 1705 erbaut wurde. Zudem berichtet er mit Bezug auf eine Grenzbeschreibung des Amtes Wallhalben von 1531, dass hier schon vor dem Dreißigjährigen Krieg eine Mühle war, so dass es sich jetzt um einen Wiederaufbau handelt.

Anmerkung des Verfassers:

Die Neumühle entstand eventuell früher, als vom Verfasser bisher angenommen. Hier wäre es sehr hilfreich, wenn anhand der Originalquellen der genaue Sachverhalt geklärt werden kann. Diese Forschung steht noch aus.

 

 

 

Fazit:

Die Neumühle wird 1681 nicht erwähnt und bestand sicher noch nicht. Eine eventuelle frühere Mühle war wohl völlig verschwunden und nicht mehr bekannt.

Urkundlich wird die Neumühle in den Kirchenbüchern von Kirchenarnbach ab 1711 genannt. Frühere Einträge hat der Verfasser bisher nicht gefunden. Die Kirchenbücher von Kirchenarnbach beginnen 1706.

Aufgrund der 1711 beginnenden Einträge im ersten Kirchenbuch von Kirchenarnbach und fehlender früherer Belege geht der Verfasser davon aus, dass die Neumühle wenige Jahre vor 1711 - vermutlich um 1705 - gebaut wurde.

Hinweise auf eine negative Entwicklung der Siedlung vor der Französischen Revolution gibt es nicht. Diese jedoch führte allem Anschein nach zu großen Veränderungen in der Bewohnerschaft und Entwicklung der Siedlung.

 


 

Der Verfasser bittet um Zusendung von Ergänzungen und Berichtigungen.
 

 


 

 

Mehr Information zu meiner Forschung finden Sie auf meiner Haupt-Homepage:

http://www.Mueller-Heppenheim.de

 

Revision History:

1. Homepage-Version erstellt am 11.02.2001,
ergänzt 01.05.2001 mit Denombrement von 1681.

2. Version mit Ergänzung von Hermann Arnold am 06.11.2002.

3. Version mit Ergänzung aus KB Battweiler-Dellfeld am 05.07.2003.

4. Version mit dem Ausschnitt aus der Karte von Naudin am 09.02.2007.

5. Version mit Vorverlegung der 1. Nennung von 1724 auf 1711 (Hinweis von Albrecht Flickinger) am 24.02.2008.

6. Version mit Einbeziehung des Büchleins von Gregor Flickinger am 30.03.2012.

7. Version mit Berücksichtigung des Buches "Randgruppen des Zigeunervolkes" von Hermann Arnold am 03.11.2012.

8. Version vom 29.05.2015 auf Grund von Hinweisen von Herrn Erich Knust von der Höhlenforschergruppe Karlsruhe und dem Buch von Albrecht Flickinger.

 
 

ENDE